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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern Glossar Die nachfolgenden Fachbegriffe aus der Rechnungslegung sollen die Inter­ pretation dieses Geschäftsberichts erleichtern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Begriffen aus Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung. Fach­ wörter aus den einzelnen Segmenten werden hier nicht berücksichtigt. A Absicherungsgeschäft Einsatz spezieller Finanzkontrakte, insbesondere derivativer Finanz­instrumente, zur Verminderung von Verlusten, die durch eine ungünstige Kurs- oder Preisentwicklung entstehen können (Hedging-Geschäfte). Aktivierte Abschlusskosten Die Kosten des Versicherungsunternehmens, die im Zusammenhang mit dem Abschluss neuer oder der Verlängerung bestehender Versicherungs­ verträge stehen. Dazu zählen unter anderem Provisionen sowie die Kosten für die Antrags­ bearbeitung und die Ausfertigung des Versicherungsscheins. Anschaffungskosten Der zum Erwerb eines Vermögenswertes entrich- tete Betrag an Zahlungsmitteln bzw. Zahlungs- mitteläquivalenten oder der beizu­legende Zeit- wert einer anderen Entgeltform zum Zeitpunkt des Erwerbs. Anteile anderer Gesell- schafter am Eigenkapital Anteile am Eigenkapital verbundener Unter­ nehmen, die nicht von Unternehmen des Konzerns gehalten werden. Antizyklische Prämie (coun- ter-cyclical premium, CCP) Die gegenwärtige Solvency II Richtlinie erfordert die Berechnung von Credit-Spread-Risiko für alle Wertpapiere mit Ausnahme von Staatsanleihen aus dem europäischen Wirtschaftsraum. In der jüngeren Vergangenheit wurde von den Auf- sichtsbehörden anerkannt, dass dies für künstli- che Volatilität in der Bewertung von verfügbaren Eigenmitteln und Risikokapital sorgt, obwohl dies nicht dem Geschäftsmodell von Versicherungen entspricht, in dem Investitionen in der Regel bis zur Endfälligkeit gehalten werden und Credit- Spread-Risiko nur im Fall von Zwangsverkäufen relevant wird. Deshalb wurde 2011 mit dem Ent- wurf der Level 2 Umsetzungsmaßnahmen eine antizyklische Prämie (CCP) als Mittel zur Dämp- fung der Spread Volatilität eingeführt, um dadurch die Auswirkung von Marktverzerrungen durch illiquide Märkte auf Eigenmittelbewertungen zu reduzieren. Die CCP ist ein Aufschlag auf die Dis- kontkurve bei der Verbindlichkeitenbewertung. Assets Under Management Die Summe der Kapitalanlagen, bewertet zu Zeit- werten, die der Konzern mit Verantwortung für die Wertentwicklung dieser Anlagen verwaltet. Neben den konzerneigenen Kapitalanlagen zählen hierzu die Kapitalan­lagen für Dritte. Assoziierte Unternehmen Bei den assoziierten Unternehmen werden alle Unternehmen, soweit sie nicht verbundene Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen sind, mit einem Konzernanteil von 20 % bis 50 % berücksichtigt, unabhängig davon, ob ein maß- geblicher Einfluss tatsächlich ausgeübt wird. At-Equity-Methode Nach dieser Methode werden die Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sowie an assoziier- ten Unternehmen bilanziert. Der Wert­ansatz entspricht grundsätzlich dem konzernanteiligen Eigenkapital dieser Unternehmen. Im Falle von Anteilen an Unternehmen, die selbst einen Konzern­abschluss aufstellen, wird jeweils deren Konzerneigenkapital entsprechend angesetzt. Im Rahmen der laufenden Bewertung ist dieser Wertansatz um die anteiligen Eigenkapitalver­ änderungen fortzuschreiben, die anteiligen Jahresergebnisse werden dabei dem Konzern­ ergebnis zugerechnet. B Beitragsüberträge Beitragseinnahmen, die den Erträgen künftiger Geschäftsjahre zuzuordnen sind. Die Berechnung erfolgt für jeden Versicherungsvertrag grundsätz- lich einzeln und taggenau. Beitragszusagen Beitragszusagen („defined contribution plans“) werden über externe Versorgungsträger oder ähnliche Institutionen finanziert. Dabei werden an diese Einrichtungen fest definierte Beiträge (zum Beispiel bezogen auf das maßgebliche Ein- kommen) gezahlt, wobei der Anspruch des Leis- tungsempfängers gegenüber diesen Einrichtun- gen besteht und der Arbeitgeber über die Zahlung der Beiträge hinaus faktisch keine weitere Ver- pflichtung hat. Gleichzeitig partizipiert das Unter- nehmen nicht am Anlage­erfolg der Beiträge. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere Diese Wertpapiere („held-to-maturity“) umfassen festverzinsliche Wert­papiere, die in Daueranlage- absicht grundsätzlich bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen. Sie sind „at amortized cost” bilanziert. Brutto/netto In der Versicherungsterminologie bedeuten „brutto/netto“ vor bzw. nach Abzug der Rückver­ sicherung. Im Kapitalanlagebereich wird der Begriff „netto“ dann verwendet, wenn von den Erträgen die entsprechenden Aufwendungen (zum Beispiel Abschreibungen und Verluste aus dem Abgang) bereits abgezogen wurden. 398

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