Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern 2012 eine vorläufige Deckungsquote von 197 (2011: 179) % er- gibt. Die Quote fiel zum 1. Januar 2013 um etwa 17 Prozent- punkte aufgrund der Änderungen von IAS 19. Neben den gesetzlichen Vorschriften zur Kapitalausstat- tung setzt der ­­­­Allianz Konzern auch ein internes Risikoka- pitalmodell ein, um zu ermitteln, wie viel Kapital notwendig ist, um unerwartete Ergebnisschwankungen aufzufangen. Die Versicherungsunternehmen des ­­­Allianz Konzerns ein- schließlich der ­­Allianz SE erstellen ihre Abschlüsse nach lokalen Gesetzen und Vorschriften. Diese Gesetze enthalten zum Teil unterschiedliche Vorgaben zu einem Mindestka- pital sowie Beschränkungen der Höhe der an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden. Die Regelungen bezüglich des Mindestkapitals basieren auf verschiedenen Kriterien, zum Beispiel gebuchten Beiträgen oder Versicherungsleistun- gen, Höhe der Rückstellungen für Versicherungsverträge, Kapitalanlage-, Sterbe-, Kredit-, versicherungstechnischen Risiken und außerbilanziellen Risiken. Die Aufzählung der Kriterien ist nicht abschließend. Zum 31. Dezember 2012 wurden von den Tochtergesell- schaften des ­­Allianz Konzerns sämtliche gesetzliche Kapi- talanforderungen erfüllt. Einige Versicherungsunternehmen des ­­Allianz Konzerns sind aufsichtsrechtlichen Vorgaben in Bezug auf die Höhe der Dividenden unterworfen, die an die ­­Allianz SE ohne vor- hergehende Genehmigung durch die zuständige Aufsichts­ behörde ausgeschüttet werden dürfen. Diese Auflagen ge- währleisten, dass Unternehmen Dividenden lediglich bis zu einem gewissen Betrag oberhalb einer bestimmten auf- sichtsrechtlichen Kapitalausstattung oder in Bezug auf die Höhe der nicht ausgeschütteten Überschüsse oder bis zum Jahresergebnis (oder einem bestimmten Prozentsatz da- von) auszahlen. Beispielsweise sind die Geschäftsbereiche der in den Vereinigten Staaten von Amerika ansässigen Ver­ sicherungsunternehmen des ­­Allianz Konzerns Beschrän- kungen in Bezug auf Dividendenzahlungen an das Mutter- unternehmennachdemanzuwendendenbundesstaatlichen Versicherungsrecht unterworfen. Dividenden, die über diese Beschränkungen hinaus ausgezahlt werden, bedür- fen im Allgemeinen der vorherigen Zustimmung des Versi- cherungsbeauftragten des Heimatstaates. Der Vorstand der ­­Allianz SE ist überzeugt, dass diese Beschränkungen die Fähigkeit des ­­Allianz Konzerns, künftig Dividenden an sei- ne Aktionäre auszuschütten, nicht beeinflussen. Anteile anderer Gesellschafter Anteile anderer Gesellschafter D 096 Mio € Stand 31. Dezember 2012 2011 Nichtrealisierte Gewinne und Verluste (netto)  135  - 13 Anteile am Ergebnis  322  259 Übrige Fremdanteile  2 208  2 092 Summe  2 665  2 338 Kapitalanforderungen Das Wachstum, die Art der Geschäfte, die der ­­­­Allianz Kon- zern tätigt, und die jeweiligen Marktbedingungen sowie die Branche und die Standorte, in denen er tätig ist, beeinflus- sen den Kapitalbedarf des ­­­Allianz Konzerns. Wichtig ist ferner die Allokation des Anlageportfolios des ­­­Allianz Kon- zerns. Im Zuge des Managementdialogs wird anhand der Geschäftspläne der Kapitalbedarf der operativen Einheiten prognostiziert, wobei Umfang und zeitliche Streckung von Wachstum und Investitionen zu berücksichtigen sind. Die Mindestkapitalausstattung der operativen Einheiten und des ­­­Allianz Konzerns insgesamt unterliegen des Weiteren auch gesetzlichen Bestimmungen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 wurde in Deutschland die Finanzkonglomeraterichtlinie, eine ergänzende EU-Richtli- nie, wirksam. Gemäß dieser Richtlinie versteht der Gesetz- geber unter einem Finanzkonglomerat eine Holding und ihre Tochtergesellschaften, die grenzüberschreitend und branchenübergreifend aktiv sind. Beim ­­­Allianz Konzern handelt es sich nach dieser Richtlinie und den betreffen- den deutschen Gesetzen um ein Finanzkonglomerat. Die Richtlinie verlangt, dass ein Finanzkonglomerat die Erfül- lung der Solvabilitätsanforderung auf konsolidierter Basis berechnet. Zum31.Dezember2012beliefensichdieEigenmittel,diebei der Solvabilität für das Versicherungs-, das Asset-Manage- ment- und das Bankgeschäft berücksichtigt werden dürfen, auf 48,4 (2011: 42,6) Mrd € einschließlich außerbilanzieller Bewertungsreserven 1 in Höhe von 2,2 (2011: 2,2) Mrd €. Da- mit wurden die gesetzlichen Anforderungen um 23,8 (2011: 18,8) Mrd € überschritten, sodass sich zum 31. Dezember 1 Außerbilanzielle Bewertungsreserven werden im Rahmen der Berichterstattung an die Auf- sichtsbehörden nur auf Antrag als verfügbare Eigenmittel angesetzt; die ­­Allianz SE hat bisher keinen Antrag auf Anerkennung gestellt. Ohne die außerbilanziellen Bewertungs­reserven beläuft sich die Deckungsquote auf 188 (2011: 170) %. 332

Pages