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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern Der geschätzte Schadenendstand eines Anfalljahres ent- hält alle Zahlungen, die bis zum Bilanzstichtag für dieses Anfalljahr geleistet wurden, zuzüglich der Schadenrück- stellungen zum Bilanzstichtag. Bei vollständigen Informa- tionen über alle bis zum Bilanzstichtag entstandenen Schäden bliebe der endgültige Schadenstand für jedes An- falljahr unverändert. In der Praxis ist der endgültige Scha- denstand (der auf Schätzungen basiert) jedoch gewissen Schwankungen ausgesetzt, die den zunehmenden Kennt- nisstand hinsichtlich der Schadenfälle widerspiegeln. Die oben dargestellte Schadenquote weicht leicht von der aus- gewiesenen Schadenquote ab, weil der geschätzte Scha- denendstand in der obigen Tabelle auf der Gesamtsumme der Schadenzahlungen zuzüglich der Schadenrückstellun- gen beruht, nicht aber auf den Schadenaufwendungen ge- mäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Die Schadendreiecke sind nicht wechselkursbereinigt. Das heißt, dass alle Zahlen aus der jeweiligen Landeswährung in die Konzernwährung der ­Allianz (Euro) umgerechnet werden, und zwar einheitlich gemäß den zum Bilanzstich- tag geltenden Wechselkursen. Damit ist gewährleistet, dass die Rückstellungen mit den Rückstellungen in der Konzernbilanz übereinstimmen. Entwicklung der Rückstellungen für Schäden und noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Die folgende Tabelle fasst die Entwicklung der Rückstellun- gen für Schäden und noch nicht abgewickelte Versiche- rungsfälle des ­Allianz Konzerns in den letzten acht Jahren zusammen. Grundlage ist dabei das Kalenderjahr, nicht das Anfalljahr. Jede Spalte dieser Tabelle zeigt die Rückstellungen zu ei- nem einzelnen Bilanzstichtag und die anschließende Ent- wicklung dieser Rückstellungen. Im obersten Abschnitt jeder Spalte sind die Rückstellungen angegeben, die ur- sprünglich am Ende jedes dargestellten Jahres gebildet wurden. Der nächste Abschnitt gibt von oben nach unten die kumulierten Schadenzahlungen nach Rückversiche- rung zum Ende der Folgejahre in Bezug auf die ursprüng- lich gebildeten Rückstellungen an. Der darauffolgende Abschnitt zeigt die rückwirkende Neuschätzung der ur- sprünglich gebildeten Nettorückstellungen für Schäden und noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle zum Ende eines jeden Folgejahres. Diese Neuschätzung ergibt sich in erster Linie aus den neu bekannt gewordenen Sachverhal- ten und Umständen offener Versicherungsfälle. Der untere Abschnitt vergleicht die zuletzt neu geschätzten Brutto- bzw. Nettorückstellungen für Schäden und noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle mit den ursprüng- lich gebildeten Brutto- bzw. Nettorückstellungen und gibt die kumulierte Entwicklung der ursprünglich gebildeten Rückstellungen bis 31. Dezember 2012 an. Der Überschuss, der in der Tabelle für jedes Jahr angegeben ist, stellt den Gesamtbetrag dar, um den sich die zum Ende des jeweili- gen Jahres ursprünglich geschätzten Rückstellungen in den folgenden Jahren verändert haben. Daher bezieht sich der kumulierte Überschuss zum Ende eines Jahres nur auf die Rückstellungen zum jeweiligen Jahresende, und diese Beträge sind nicht addierbar. Die Informationen in dieser Tabelle sind mit der Einschränkung zu sehen, dass in je- dem Betrag alle Veränderungen der Wertansätze früherer Zeiträume berücksichtigt sind. Beispielsweise wird die Ent- wicklung der Rückstellungen 2005 im Laufe des Jahres 2012 im kumulierten Überschuss der Spalten für 2005 bis 2011 berücksichtigt. DerkumulierteÜberschusskanndurchverschiedeneEffekte verzerrt werden. So ändern sich die Verbindlichkeiten, wenn durch Erwerb oder Verkauf einer Gesellschaft oder durch Umklassifizierung gänzlich neue Portfolien von Schadenregulierungen und -rückstellungen hinzukom- men oder wegfallen. Auch Wechselkursschwankungen können den kumulierten Überschuss verzerren. Nach Be- reinigung dieser Effekte ergibt sich das effektive Abwick- lungsergebnis. 314

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