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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern als werthaltig betrachtet wird. Dies wird angenommen, wenn der Buchwert den erzielbaren Betrag (Barwert der erwarteten Zahlungsströme) nicht übersteigt. Wird der Buchwert als nicht werthaltig eingestuft, muss der Ge- schäfts- oder Firmenwert entsprechend abgeschrieben werden. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags einer CGU erfordert signifikante Ermessensentscheidungen hinsicht- lich geeigneter Bewertungsverfahren und Annahmen. Zu den Annahmen zählen die Auswahl der Abzinsungssätze, Planungshorizonte und Anforderungen an die Kapitalaus- stattungsowieerwartetekünftigeGeschäftsergebnisse.Die Annahmen sind gegebenenfalls an Veränderungen ökono- mischer, Markt- und Geschäftsbedingungen anzupassen. Entsprechend werden die externen Einflussgrößen sowie die operative Entwicklung der CGU laufend durch den ­Allianz Konzern überprüft. Die Prüfprozesse des ­Allianz Konzerns zur Einschätzung der erzielbaren Beträge erfolgen grundsätzlich auf Kon- zernebene und sind darauf angelegt, Subjektivitätsaspekte zu minimieren. So müssen beispielsweise die zugrunde gelegten Annahmen mit jenen übereinstimmen, die im allgemeinen Planungs- und Kontrollprozess verwendet werden. Der erzielbare Betrag aller CGU wird auf Basis des Nutzungswertes (Value in Use) ermittelt. Diese Berechnun- gen basieren auf Geschäftsplänen, Schätzungen über nachhaltig erzielbare Ergebnisse und langfristige Wachs- tumsraten. Dies wird ausführlicher in Angabe 15 erläutert. InBezugaufdiewichtigstenParameterwerdenSensitivitäts­ analysen durchgeführt, zum Beispiel in Bezug auf langfris- tig prognostizierte Combined Ratios oder Diskontierungs- sätze. Außerdem werden, sofern verfügbar, marktbasierte transaktionsbezogene Multiples überprüft. Der ­Allianz Konzern nutzt diese Daten, um die Angemessenheit von Annahmen zu beurteilen, da vergleichbare Marktwertinfor- mationen im Allgemeinen nicht vorliegen. Zwar ist der ­Allianz Konzern davon überzeugt, dass kurzfristige Schwankungen des Marktwertes den langfristigen Wert al- ler CGU nicht zutreffend widerspiegeln, dennoch wird der Marktwert mit den erzielbaren Beträgen der CGU im Ver- lauf des übergeordneten Prüfprozesses abgeglichen. Der ­Allianz Konzern ist überzeugt, dass die Kontrollen bei der Beurteilung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmen- werts sowohl konsistente als auch zuverlässige Ergebnisse gewährleisten. AKTIVE STEUERABGRENZUNG Zum 31. Dezember 2012 wies der ­Allianz Konzern ein laten- tes Steuerguthaben von netto 1 270 Mio € aus. Die latenten Steuerforderungen vor der Saldierung mit latenten Steuer- verbindlichkeiten betrugen 13 139 Mio €, wovon 1 834 Mio € auf steuerliche Verlustvorträge entfielen.1 Die Ermittlung von Steuerabgrenzungen resultiert aus unge­nutzten Steuergutschriften, steuerlichen Verlustvor- trägen und aus temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden in der Kon- zernbilanz und deren Steuerwerten. Aktive Steuerabgren- zungen werden bilanziert, soweit es wahrscheinlich ist, dass ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis für ihre Realisierung zur Verfügung stehen wird. Die Beurteilung der Realisierbarkeit latenter Steuerguthaben bedingt die Einschätzung über die Höhe zukünftiger steuerpflichtiger Gewinne. Dabei werden Höhe und Art dieser zu versteuern- den Einkünfte, die Perioden, in denen sie anfallen werden, sowie zur Verfügung stehende Steuerplanungsmaßnah- men berücksichtigt. Die entsprechenden Analysen und Prognosen, und im Er- gebnis die Ermittlung der aktiven Steuerabgrenzungen, werden in den jeweiligen Ländern von den lokalen Steuer- und Finanzfachleuten vorgenommen. Weil die Auswirkun- gen der zugrunde liegenden Schätzungen wesentlich sein können, gibt es konzerneinheitliche Richtlinien und Ver- fahren, die Konsistenz und Zuverlässigkeit des Beurtei- lungsprozesses gewährleisten. Die Ergebnisprognosen beruhen auf Geschäftsplänen, die in einem ordentlichen Verfahren geprüft und genehmigt wurden. Ein besonders aussagekräftiger Nachweis für die Bilanzierung aktiver Steuerabgrenzungen wird entsprechend konzerneinheitli- chen Grundsätzen verlangt, wenn das betreffende Kon- zernunternehmen aktuell oder in einer Vorperiode einen Verlust erlitten hat. Der Ansatz und die Werthaltigkeit wesentlicher aktiver Steuerabgrenzungen werden von Steuerexperten sowie dem ­Allianz Group Tax Committee geprüft. 1 Weitere Informationen hierzu finden sich in Angabe 2 Zusammenfassung wesentlicher Bi- lanzierungsgrundsätze und Angabe 42 Ertragsteuern. 264

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