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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern Die versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten auch Verbindlichkeiten für garantierte Mindestleistungen im Todesfall und ähnliche Todesfall- und Invaliditätsleis- tungen im Zusammenhang mit nichttraditionellen Verträ- gen mit Verrentungsoptionen. Diese Rückstellungen wer- den auf der Basis vertraglicher Verpflichtungen unter Verwendung versicherungsmathematischer Annahmen berechnet. Zugrundeliegende Annahmen für die Ermittlung von ­Deckungsrückstellungen für Lebensversicherungs­ verträge mit Gewinnbeteiligung, traditionelle langlau­ fende Versicherungsverträge und für Verträge vom Typ Universal Life Aktuelle und historische Kundendaten sowie Branchenda- tenwerdenzurErmittlungdieserAnnahmenherangezogen. Zinsschätzungen reflektieren erwartete Erträge aus Fi- nanzanlagen, welche die künftigen Leistungen an die Ver- sicherungsnehmer decken. Die von den Versicherungs­ mathematikern des ­Allianz Konzerns für die Annahmen verwendeten Daten umfassen unter anderem Annahmen aus der Prämienkalkulation, verfügbare Erfahrungsstudien und Rentabilitätsanalysen. Die der Berechnung der aktivierten Abschlusskosten und der Deckungsrückstellung als Annahme zugrunde liegen- den Zinssätze sind folgende: als Annahme zugrunde liegende zinssätze D 007 Traditionelle Lebens- und Kranken- versicherungs- produkte Traditionelle überschuss- berechtigte Versicherungs- produkte Aktivierte Abschlusskosten 2,5 – 6,0 % 2,2 – 5,0 % Deckungsrückstellung 2,5 – 6,0 % 0,8 – 4,3 % In Angabe 3 werden die Prozesse und Kontrollen, die einge- führt wurden, um eine angemessene Verwendung von Schätzungen und Annahmen sicherzustellen, erklärt. Rückstellung für Beitragsrückerstattung Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) umfasst die Beträge, die gemäß den jeweiligen nationalen gesetzli- chen oder vertraglichen Regelungen den Versicherungs- nehmern zugewiesen werden, sowie die Beträge, die aus Unterschiedsbeträgen zwischen dem Konzernabschluss nach IFRS und den lokalen Jahresabschlüssen resultieren (latente RfB) und sich auf die künftigen Berechnungen der Überschussbeteiligung auswirken. Nichtrealisierte Gewin- ne und Verluste jederzeit veräußerbarer Finanzanlagen werden zu dem Anteil der latenten Rückstellung für Bei- tragsrückerstattung zugeführt, mit dem im Fall ihrer Rea- lisierung die Versicherungsnehmer aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Regelung partizipieren werden. Die den überschussberechtigten Versicherungsnehmern zugewie- sene und ausgezahlte Überschussbeteiligung mindert die Rückstellung. In den wichtigsten Ländern sind die Bezugsgrößen und die entsprechenden Prozentsätze zur Ermittlung der latenten Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer wie folgt bestimmt: Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer D 008 Land Basis Prozentsatz Deutschland Leben Alle Gewinnquellen 90 % Kranken Alle Gewinnquellen 80 % Frankreich Leben Alle Gewinnquellen 85 % Italien Leben Kapitalanlage- ergebnis 85 % Schweiz Gruppe Leben Alle Gewinnquellen 90 % Einzel Leben Alle Gewinnquellen 100 % Deckungsrückstellung für nicht fondsgebundene Invest­ mentverträge Die Deckungsrückstellung für nicht fondsgebundene In- vestmentverträge, die keine ermessensabhängige Über- schussbeteiligung enthalten, wird gemäß IAS 39 bilanziert. Die Deckungsrückstellung für diese Verträge wird anfangs mit den fortgeführten Anschaffungskosten oder dem Gut- haben des Versicherungsnehmers, vermindert um Ab- schlusskosten, die direkt dem Abschluss des Vertrags zuge- ordnet werden können, angesetzt. Anschließend werden diese Verträge mit den fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. 254

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