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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern Entflechtung von Versicherungs- und Einlagenkom- ponenten (Unbundling) Bestimmte Versicherungsverträge enthalten sowohl eine Versicherungskomponente wie auch eine Einlagenkompo- nente. Der ­Allianz Konzern erfasst in Übereinstimmung mit seinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen alle Rechte und Verpflichtungen aus eingegangenen Versi- cherungsverträgen. Folglich hat der ­Allianz Konzern die Einlagenkomponente nicht getrennt von der Versiche- rungskomponente der Versicherungsverträge erfasst. Abtrennung von Derivaten in Versicherungsver- trägen (Bifurcation) Bestimmte Universal-Life-Type- und Investmentverträge enthalten Vertragsbestandteile, die nicht in einem engen Zusammenhang mit dem zugrunde liegenden Versiche- rungsvertrag stehen. Diese Bestandteile werden von dem Versicherungsvertrag getrennt als Derivate gemäß IFRS 4 und IAS 39 bilanziert. Rückstellungen für Schäden und noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Die Rückstellungen für Schäden und noch nicht abgewi- ckelteVersicherungsfällewerdenfürZahlungsverpflichtun- gen aus Versicherungsfällen gebildet, die eingetreten, aber noch nicht abgewickelt sind. Rückstellungen für Schäden undnochnichtabgewickelteVersicherungsfällewerdenun- terteilt in Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versicherungsfälle und in Rückstellungen für am Bilanz- stichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versiche- rungsfälle. Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versiche- rungsfälle basieren auf Schätzungen für künftige Schaden- aufwendungen einschließlich Schadenregulierungskosten. Diese Schätzungen werden auf Einzelfallbasis vorgenom- men und beruhen auf Tatsachen und Gegebenheiten, wie sie zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung bekannt sind. Die Schätzungen werden von Schadensachbearbeitern fall- weise unter Berücksichtigung allgemeiner Grundsätze der Versicherungspraxis sowie der jeweiligen Schadensituati- on und Versicherungsdeckung vorgenommen. Die Rück- stellungen werden während der Schadenabwicklung unter Einbeziehung neuer Informationen regelmäßig neu bewer- tet, und Anpassungen werden vorgenommen, wenn neue Informationen zur Verfügung stehen. Rückstellungen für bis zum Stichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle werden in der Absicht gebildet, die geschätzten Schadenaufwendungen zu berücksichtigen, die bereits eingetreten sind, aber dem ­Allianz Konzern noch nicht mitgeteilt wurden. Rückstellun- gen für bis zum Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle werden, ähnlich wie Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versiche- rungsfälle, gebildet, um die geschätzten Aufwendungen und Schadenregulierungskosten zu berücksichtigen, die bis zur endgültigen Schadenabwicklung voraussichtlich nötig sein werden. In die Schätzung der Rückstellungen des ­Allianz Konzerns fließen Erfahrungswerte ein, die gemäß aktuellen Trends und anderen relevanten Faktoren ange- passt werden. Die Rückstellungen für eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer und statisti- scher Modelle der erwarteten Kosten für die endgültige Abwicklung und die Verwaltung von Schäden gebildet. Die Analysen basieren auf aktuell bekannten Fakten und Gege- benheiten, Prognosen künftiger Ereignisse, Schätzungen der künftigen Inflationsentwicklung und weiteren sozio- ökonomischen Faktoren. Beispiele für die zur Rückstel- lungsbildung für eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle herangezogenen Faktoren sind Ent- wicklungen bei der Schadenhäufigkeit, Schadenhöhe und der Zeitverzögerung von gemeldeten Schäden. Die Rück- stellungen für eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle werden regelmäßig geprüft und zusätz- liche Informationen und tatsächliche Schadenmeldungen entsprechend berücksichtigt. Aufgrund der großen Anzahl von Variablen, die die endgül- tigen Schadensummen beeinflussen, ist das Verfahren zur Schätzung von Rückstellungen naturgemäß unsicher. Der ­Allianz Konzern reduziert die mit der Schätzung von Rück- stellungen verbundenen Unsicherheiten, indem verschie- deneversicherungsmathematischeReservierungsmethoden verwendet werden, sowie durch bestimmte gruppenweite Prozesse und Kontrollen. Weitere Informationen finden sich hierzu in Angabe 3 Verwendung von Schätzungen und Annahmen. Für einige Risiken aus dem Haftpflichtbereich wie Umwelt- und Asbestschäden ebenso wie für einzelne Großschäden liegen keine ausreichenden statistischen Daten vor, weil einige Eigenschaften dieser Schäden mitunter sehr lang- sam bekannt werden und sich entwickeln. In solchen Fäl- len wurden nach Analysen des mit diesen Risiken behafte- ten Portfolios angemessene Rückstellungen gebildet. Diese Rückstellungen berücksichtigen Schadenentwicklungen und entsprechen bestmöglichen Schätzungen des ­Allianz 252

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