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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern VERSICHERUNGS-, INVESTMENT- UND RÜCKVERSICHERUNGSVERTRÄGE Versicherungs- und Investmentverträge Alle von Versicherungsgesellschaften des ­Allianz Konzerns abgeschlossenen Verträge werden gemäß IFRS 4 entweder als Versicherungsverträge oder als Investmentverträge klassifiziert. Bei Versicherungsverträgen handelt es sich um Verträge, durch die der ­Allianz Konzern ein signifikan- tes Versicherungsrisiko vom Versicherungsnehmer über- nimmt. Verträge ohne signifikantes Versicherungsrisiko werden als Investmentverträge klassifiziert. Bestimmte Investmentverträge enthalten eine ermessensabhängige Überschussbeteiligung. Alle Versicherungsverträge und Investmentverträge mit ermessensabhängiger Über- schussbeteiligung werden nach den maßgeblichen Be- stimmungen der US GAAP zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung von IFRS 4 am 1. Januar 2005 bilanziert, wenn IFRS 4 keine spezifischen Regelungen zur Bilanzierung der- artiger Verträge enthält. Investmentverträge ohne ermes- sensabhängige Überschussbeteiligung werden als Finanz- instrumente gemäß IAS 39 bilanziert. Rückversicherungsverträge Der Konzernabschluss des ­Allianz Konzerns gibt die Aus- wirkungen abgegebener und übernommener Rückversi- cherungsverträge wieder. Übernommenes Rückversiche- rungsgeschäft bezieht sich auf die Übernahme bestimmter Versicherungsrisiken durch den ­Allianz Konzern, die ande- re Unternehmen gezeichnet haben. Zediertes Rückversi- cherungsgeschäft bezieht sich auf die Übertragung von Versicherungsrisiken, zusammen mit den entsprechenden Prämien, auf einen oder mehrere Rückversicherer, die sich an den Risiken beteiligen. Wenn Rückversicherungsverträ- ge kein wesentliches Versicherungsrisiko übertragen, wer- den diese Verträge gemäß der Depotbilanzierung in Über- einstimmung mit den maßgeblichen Regelungen unter US GAAP bzw. in Übereinstimmung mit IAS 39 abgebildet. Übernommene Rückversicherungsprämien, Provisionen und Schadenregulierungen sowie übernommene Teile der versicherungstechnischen Rückstellungen werden ent- sprechend den Bedingungen der Rückversicherungsverträ- ge unter Berücksichtigung der ursprünglichen Verträge, für die die Rückversicherung abgeschlossen wurde, bilanziert. Abgegebene Rückversicherungsbeiträge und Vergütungen aus Rückversicherungsverträgen auf eingetretene Leistun- gen und Schäden werden von den verdienten Beiträgen und Leistungen aus Versicherungs- und Investmentverträ- gen abgezogen. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit abgegebener Rückversicherung wer- den auf Bruttobasis ausgewiesen. Die rückversicherten Teile der Rückstellungen werden konsistent mit den auf das rückversicherte Risiko entfallenden Rückstellungen ge- schätzt. Entsprechend werden Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit Rückversicherungsverträgen kon- sistent mit dem zugrunde liegenden Risiko des rückversi- cherten Geschäfts ausgewiesen. In dem Maße, wie die übernehmenden Rückversicherer ih- ren Verpflichtungen nicht nachkommen können, haften die abgebenden Versicherer des ­Allianz Konzerns weiter- hin gegenüber ihren Versicherungsnehmern für den rück- versicherten Anteil. Folglich werden Wertberichtigungen auf die Forderungen von Rückversicherungsverträgen vor- genommen, die als uneinbringlich eingestuft werden. Aktivierte Abschlusskosten Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktivierten Ab- schlusskosten enthalten aktivierte Abschlusskosten, den Bestandswert von Versicherungsbeständen aus Erwerben undaktivierteKosten,diebeiderVerkaufsförderungvonVer- sicherungsverträgenanfallen(DeferredSalesInducements). Kosten, die einen direkten Bezug zu Abschluss oder Verlän- gerung von Versicherungsverträgen haben und sich variabel zu diesen verhalten, werden als Vermögenswert „aktivierte Abschlusskosten“ abgegrenzt. Aktivierte Abschlusskosten enthalten in erster Linie gezahlte Provisionen sowie die Kosten für die Antragsbearbeitung und die Ausfertigung des Versicherungsscheins. Bei Vertragsbeginn wird der Ver- mögenswert „aktivierte Abschlusskosten“ überprüft, um die Rückgewinnbarkeit über die Laufzeiten der Verträge sicherzustellen. Anschließend stellen Werthaltigkeitstests am Ende jeder Bilanzierungsperiode sicher, dass von den aktivierten Abschlusskosten ausschließlich der durch zu- künftige Gewinne gedeckte Betrag weiterhin in der Bilanz erfasst wird. Bei kurz- und langfristigen traditionellen Versicherungs- verträgen und Versicherungsverträgen mit abgekürzter Beitragszahlungsdauer werden die aktivierten Abschluss- kosten proportional zu den Prämieneinnahmen amorti- siert. Bei Universal-Life-Type-Verträgen, Lebensversiche- rungsverträgen mit natürlicher Überschussbeteiligung und Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Über- schussbeteiligung werden die aktivierten Abschlusskosten 250

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