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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Even- tualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt werden. Die ­Anschaffungskosten eines Unternehmenszusammen- schlusses entsprechen den beizulegenden Zeitwerten der entrichteten Vermögenswerte, der emittierten Eigenkapi- talinstrumente und der eingegangenen oder übernomme- nen Schulden zum Erwerbszeitpunkt zuzüglich sämtlicher dem Erwerb direkt zurechenbarer Kosten. Falls die An- schaffungskosten den beizulegenden Zeitwert des vom ­Allianz Konzern gehaltenen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens übersteigen, wird die Differenz in der Position Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Alle Anteile anderer Gesellschafter werden zum anteiligen beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbe- nen Unternehmens erfasst. Für Unternehmenszusammenschlüsse, die vor dem 31. März 2004abgeschlossenwurden,werdenAnteileandererGesell- schafter mit deren Anteilen an den Vermögenswerten und Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf die der ­Allianz Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann und die weder Tochterunternehmen noch Gemein- schaftsunternehmen sind. Ein maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens mitzuwirken, ohne diese zu beherrschen. Ein maßgeblicher Einfluss wird vermutet, wenn der ­Allianz Konzern mindestens 20 %, aber nicht mehr als 50 % der Stimmrechte hält, es sei denn, dies kann eindeutig wider- legt werden. Bei einem gehaltenen Stimmrechtsanteil von weniger als 20 % wird vermutet, dass kein maßgeblicher Einfluss besteht, es sei denn, dass dieser Einfluss eindeutig nachgewiesen werden kann. Investitionen in Limited Part- nerships mit 20 % oder höherem Anteilsbesitz werden im ­Allianz Konzern im Allgemeinen nach der At-Equity-Metho- de bilanziert, gemäß der widerlegbaren Vermutung, dass der beschränkt haftende Gesellschafter keine Beherr- schung über die Limited Partnership hat. Gemeinschafts- unternehmen sind Unternehmen, über die der ­Allianz Kon- zern zusammen mit einem oder mehreren anderen Unternehmen gemeinsam die Beherrschung ausübt. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts- unternehmen werden im Allgemeinen nach der At-Equity- Methode bilanziert. Bei dieser Methode entsprechen die Ergebniswirkungen und der Buchwert der Finanzanlage dem auf den Konzern entfallenden Anteil am Ergebnis und am Nettovermögen des Unternehmens. Die Anteile werden bei Zugang zu Anschaffungskosten angesetzt. Ein positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem Anteil des ­Allianz Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermö- genswerte, Schulden und Eventualschulden des assoziier- ten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens stellt einen Geschäfts- oder Firmenwert dar, der im Buch- wert der Beteiligung enthalten ist. In den Folgeperioden erhöht oder verringert sich der Buchwert der Anteile ent- sprechend dem Anteil des ­Allianz Konzerns am Perioden- ergebnis des Beteiligungsunternehmens. Die Anteile wer- denaufWertminderunggetestet,wenndieentsprechenden auslösenden Ereignisse für einen Wertminderungstest eintreten. Falls zutreffend, bestimmt sich die Höhe der Wertminderung aus der Differenz zwischen dem Buchwert und dem realisierbaren Wert. Die entsprechenden aus­ lösenden Ereignisse ähneln denen des Wertminderungs- tests von Finanzinstrumenten, wobei die Vorgehensweise zur Ermittlung eines Abwertungsbedarfs mit der für übrige Vermögenswerte vergleichbar ist. Anteilige Ergebnisse aller wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden mit einer Verzögerung von nicht mehr als drei Monaten erfasst. Erträge aus Antei- len an assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts­ unternehmen, ausgenommen Gewinnausschüttungen, werden gesondert als Zinserträge und ähnliche Erträge be- handelt.GewinneundVerlusteausTransaktionenzwischen dem ­Allianz Konzern und dem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen werden entsprechend dem Anteil am assoziierten Unternehmen oder Gemein- schaftsunternehmen eliminiert. Die Bilanzierungsgrund- sätze der assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts- unternehmen wurden, soweit erforderlich, angepasst, um eine einheitliche Anwendung von Bilanzierungs- und Be- wertungsgrundsätzenim­AllianzKonzernzugewährleisten. Im Falle des Verlustes des maßgeblichen Einflusses oder der gemeinsamen Beherrschung über ein assoziiertes Un- ternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen wird fol- gender Differenzbetrag als Gewinn oder Verlust in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst: (i) die Summe bestehend aus Erlösen aus der Veräußerung von Anteilen, dem beizulegenden Zeitwert zurückbehaltener Anteile und dem Wert der Beträge, die aus dem Eigenkapi- tal umzugliedern sind, abzüglich (ii) dem Buchwert der Beteiligung im Zeitpunkt des Verlustes des maßgeblichen Einflusses oder der gemeinsamen Beherrschung. 240

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