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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern224 Operative Einheiten Die operativen Einheiten sind für ihr Risikomanagement selbst verantwortlich. Dazu gehört die Einhaltung externer Vorschriften (zum Beispiel lokaler Aufsichtsbehörden) so- wie unserer internen konzernweiten Mindeststandards. Der Vorstand einer operativen Einheit ist dafür verantwort- lich, dass die jeweilige OE-Risikostrategie im jährlichen Strategie- und Planungsdialog mit dem Konzern festgelegt und genehmigt wird und die operative Einheit dieser Risiko­ strategie folgt. Alle Leitungsorgane der Geschäftsbereiche mit direkter Er- gebnisverantwortung (das heißt in vorderster Reihe verant- wortliche bzw. „risikozeichnende Einheiten“) sind für das aktive Risiko- und Ertragsmanagement verantwortlich, und zwar unter Berücksichtigung festgelegter Limite und des OE-Risikomanagementsystems. Zudem unterstützen sie die Funktionen in zweiter und dritter Reihe gegebenen- falls bei ihren Aufgaben der Risikobeurteilung und -steue- rung. Darüber hinaus ist jede operative Einheit verpflichtet, eine eigene, von ihrer Geschäftsleitung unabhängige Risiko- funktion einzurichten. Diese untersteht der Aufsicht des CRO der jeweiligen operativen Einheit, der für die allgemeine Überwachung der OE-Risikofunktion zuständig ist. Zudem werden sowohl der Vorstand als auch der CRO dieser opera- tiven Einheit von einem OE-Risikoausschuss unterstützt, der im Wesentlichen die Risiko-Controlling-Funktionen innerhalb der operativen Einheit wahrnimmt. Im Sinne eines intensiven Risikodialogs zwischen Konzern und ope- rativen Einheiten ist Group Risk in den jeweiligen Risiko- ausschüssen vertreten. Sonstige Funktionen und Organe Group Risk und die OE-Risikofunktion werden überdies durch die Fachbereiche Aktuariat, Compliance und Legal ergänzt, die sowohl auf der Ebene des Konzerns als auch der operativen Einheiten eingerichtet wurden. Sie sind we- sentliche Elemente der zweiten Reihe. Group Legal and Compliance ist bestrebt, Rechtsrisiken zu mindern und wird dabei von anderen Fachbereichen unter­ stützt. Rechtsrisiken erwachsen aus Gesetzesänderungen, Rechtsstreitigkeiten, aufsichtsrechtlichen Verfahren und Vertragsklauseln, die nicht eindeutig oder für Gerichte un- terschiedlich interpretierbar sind. Group Legal and Com- pliance verfolgt das Ziel sicherzustellen, dass Änderungen gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Anforderungen beo­ bachtet werden und angemessen auf anstehende Gesetzes­ änderungen sowie neue Entwicklungen in der Recht­ sprechung reagiert wird. Group Legal and Compliance ist darüber hinaus für das Integritätsmanagement verant- wortlich, mit dem der ­­Allianz Konzern, sowie seine opera- tiven Einheiten und Mitarbeiter vor aufsichtsrechtlichen Risiken geschützt werden sollen. Das Global Issues Forum (GIF) unterstützt den Konzern, langfristige Trends zu bewerten und frühzeitig Veränderun- gen in unserem Risikoumfeld zu erkennen. Dazu gehören beispielsweise auch Sekundärforschung (Desk Research), Interviews mit internen und externen Experten sowie Workshops zu den potenziellen Auswirkungen auf die ­­Allianz,möglichenReaktionenundgeeignetenMaßnahmen. Dieser Prozess erfolgt in Abstimmung mit Group Risk, dem Group Risk Committee und dem Group Underwriting Com- mittee. In der Emerging Risk Initiative des Chief Risk Officer Forum ist die ­­Allianz ein engagiertes Mitglied. Hier beobachten wir gemeinsam mit den Chief Risk Officers anderer führender europäischer Versicherungsgesellschaften und Finanz­ konglomerate branchenweite Risiken und schärfen so das Bewusstsein für wesentliche Risiken in der Versicherungs- branche.

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