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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern222 klare Mindeststandards für das Zeichnen versicherungs- technischer Risiken. Risikoberichterstattung und -controlling: Unsere umfassen- de qualitative und quantitative Risikoberichterstattung und unser Risiko-Controlling bieten der Geschäftsführung einen systematischen Überblick über das gesamte Risiko- profil und entsprechende Risikoindikatoren. Diese Bericht- erstattung beantwortet auch die Frage, ob unser Profil den festgelegten Limiten und Befugnissen entspricht. So werden regelmäßig sogenannte „Risk Dashboards“ und Berichte zur internen Allokation von Risikokapital und zur Auslas- tung von Limiten erstellt, kommuniziert und überwacht. Risikostrategie und -neigung: Unsere Risikostrategie legt unsere Risikoneigung fest. Sie stellt zudem sicher, dass die Erträge im Verhältnis zum übernommenen Risiko ange- messensindunddieEntscheidungsbefugnissemitunserer gesamten Risikotragfähigkeit in Einklang stehen. Das Risiko- Ertrags-Profil wird dadurch verbessert, dass Risikoerwä- gungen und Kapitalbedarf in den Entscheidungsfindungs- prozess einbezogen werden. Dadurch wird auch gewähr­- leistet, dass die Risikostrategie und unsere Geschäftsziele einander nicht widersprechen und wir im Rahmen unserer RisikotoleranzVorteileaussichergebendenChancenziehen können.1 Kommunikation und Transparenz: Eine transparente und fundierte Risikoberichterstattung bildet die Grundlage, um unseren internen und externen Stakeholdern unsere Risiko­ strategie zu vermitteln. Zugleich stellen wir so auch nach- haltig positive Auswirkungen auf Bewertung und Finanzie- rung sicher. Beispiele Risikozeichnungssystem in der Schaden- und Unfall­versicherung Die Grundlage für angemessene Entscheidungen bei der ÜbernahmeunddemManagementvonRisikenbildetunser solides, konzernweites Risikozeichnungssystem. Dieses hilft uns, potenziell hohe Einzelrisiken, einschließlich Repu­ tationsrisiken, zu beschränken. Zudem legt es Mindest- standards zur Risikoübernahme im internationalen Scha- den- und Unfallversicherungsgeschäft für Firmen- und Industriekunden fest, die sowohl für das Erst- als auch für das Rückversicherungsgeschäft gelten. 1 Weitere Informationen zu Chancen finden Sie im Kapitel „Ausblick 2013 und 2014“ ab Seite 162. Spezielle Limite, Mindeststandards und Beschränkungen schützen die­­Allianz vor unerwünschten oder übermäßigen Risiken. Sie legen fest, welche Risiken nicht oder nur einge- schränkt nach Einzelfallgenehmigung versichert werden können. Zudem definieren sie klare Anforderungen an Ge- nehmigungen auf den verschiedenen Konzernebenen. Vor allem aber bestimmen sie, welche Aktivitäten durch das Group Underwriting Committee – einen vom Vorstand der ­­Allianz SE gegründeten Ausschuss für Themen in der Scha- den- und Unfall-Risikozeichnung – zu genehmigen oder diesem zu berichten sind. Diese Standards dokumentieren auch die delegierten Zuständigkeiten bei der Risikozeich- nung und legen verbindliche Vorschriften für einzelne Poli­ cenoderVersicherungsgeschäftefest.FürAusnahmenbedarf esderZustimmungverschiedenerGremien,beispielsweise durch das Group Underwriting Committee, den lokalen Chief Underwriting Officer oder, falls materiell, den Group Chief Risk Officer. Zudem muss das Group Underwriting Committee darüber unterrichtet werden. Produktmanagement für Lebensversicherungs­produkte Unseren Managementvorgaben für Lebensversicherungs- produkte entsprechend obliegen Produktentwicklung und -genehmigung den operativen Einheiten. Zugleich über- prüft der Konzern neue Produkte mit hohem Risiko oder riskanten Produktmerkmalen vor der Markteinführung, um sicherzustellen, dass den operativen Einheiten die damit verbundenen Risiken bewusst sind. Risikosenkende Merk- male werden in der Entwicklungsphase berücksichtigt; dabei werden maßgebliche praxisnahe Annahmen als we- sentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells angewendet. Im Genehmigungsverfahren werden auch Rentabilitäts- standards festgelegt sowie – angesichts der lokalen Markt- situation – auch einzelne, aus Wettbewerbsgründen erfor- derliche Ausnahmen berücksichtigt. Die Rentabilität neuer und bestehender Geschäfte wird ständig überprüft und regelmäßig an den Vorstand der ­­Allianz SE berichtet. Struktur der Risikoorganisation Als ein wesentliches Element unseres Risikomanagement- systems ermöglicht unser Risk-Governance-Ansatz eine ganz­heitliche Steuerung unserer lokalen und globalen Risi- ken. Gleichzeitig wird gewährleistet, dass unser Gesamt­ risikoprofil im Einklang mit unserer Risikostrategie und unserer Risikotragfähigkeit in Einklang steht.

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