Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern C Konzernlagebericht Risikobericht, Kontrollen und Verfahren 193 Risikobericht 226 Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals 221 Group Risk definiert mit Unterstützung von Group Commu­ nications sensible Geschäftsfelder sowie entsprechende Risikorichtlinien, die beispielsweise ­­Allianz Geschäfte im Zusammenhang mit Rüstungsgütern regulieren. Diese Richtlinien sind für alle operativen Einheiten verbindlich. Siewerdenregelmäßigüberarbeitetundentsprechendden Erfordernissen mit dem ­­Allianz ESG Board 1 abgestimmt. Die Wahrnehmungen unserer Stakeholder unterscheiden sich in verschiedenen lokalen Märkten. Daher ergänzen die operativen Einheiten die Konzernrisikorichtlinien um lokale sensibleGeschäftsfelderundRichtlinien,dieBesonderheiten im Rahmen des Produktportfolios und der Wertordnung berücksichtigen. Zur Identifikation von Reputationsrisiken arbeiten sämtli- che betroffene Funktionen auf Konzern- und OE-Ebene eng zusammen.Diessindunteranderemdierisikozeichnenden Stellen, Kommunikations-, Compliance- und Risikofunk­ tion. Die Risikomessung erfolgt mittels einer konzernweit einheitlichen Methode. Im Rahmen des Risikomanage- mentprozesses werden Entscheidungen zu Reputations­ risikenwiefolgtgetroffen:DieIdentifikationvonReputations­ risiken ist ein wichtiger Bestandteil des vierteljährlichen Top Risk Assessments, bei dem die Geschäftsleitung über eine vorgeschlagene Risikostrategie und die damit verbun- denen Maßnahmen entscheidet. Außerdem finden Ent- scheidungen über Reputationsrisiken auch auf Einzelfall- basis statt. Geplante Aktivitäten, die dem Ansehen des ­­AllianzKonzernsoderanderenoperativenEinheitenschaden könnten, müssen zur Genehmigung an die ­­Allianz SE weiter­ geleitet werden. 1 Das ­Allianz ESG Board berät den Vorstand der ­Allianz SE und sorgt für die Berücksichtigung ökologischer sowie sozial-gesellschaftlicher Aspekte in der Unternehmensführung und im Entscheidungsprozess des ­Allianz Konzerns. Risikoorganisation und -prinzipien (Risk Governance) Risikomanagementsystem Als Finanzdienstleistungsunternehmen verstehen wir Risi- komanagement als eine unserer Kernkompetenzen. Es ist dahereinintegralerBestandteilunseresGeschäftsprozesses. Die Hauptelemente unseres Risikomanagementsystems sind: −− Förderung einer starken Risikomanagementkultur, die von einer soliden Risikoorganisation und effektiven Risiko­prinzipien (Risk Governance) getragen wird. −− Einheitliche Anwendung einer umfassenden Risiko­ kapitalberechnung über den gesamten Konzern hinweg, um unsere Kapitalbasis zu schützen und ein effektives Kapital­management zu unterstützen. −− Einbeziehung von Risikoerwägungen und Kapitalbedarf in den Entscheidungsfindungs- und Management­ prozess, indem Risiko und Kapital den verschiedenen Geschäftssegmenten zugeordnet werden. Dieser umfassende Ansatz stellt sicher, dass Risiken ange- messenidentifiziert,analysiertundbewertetwerden,wobei konzernweit der gleiche, geordnete Prozess angewandt wird („Top Risk Assessment“). Unsere Risikoneigung wird durch eine klare Risikostrategie und ein Limitsystem defi- niert. Eine strenge Risikoüberwachung und die entspre- chende Berichterstattung ermöglichen es uns, sowohl auf Konzernebene als auch auf Ebene der operativen Einheiten frühzeitig mögliche Abweichungen von unserer Risikotole- ranz zu erkennen. Im Interesse und zum Nutzen unserer Aktionäre und Ver- sicherungskunden trägt unser Risikomanagementsystem zur Wertschöpfung der ­­Allianz SE und ihrer operativen Ein- heiten bei. Es beruht auf den vier nachfolgend dargestellten wesentlichen Elementen: Risikozeichnung und -identifikation: Grundlage für ange- messene Entscheidungen bei der Übernahme und dem Management von Risiken ist ein solides System bei der Ri- sikozeichnung und -identifikation, wie es bei der Genehmi- gung einzelner Transaktionen und neuer Produkte sowie bei der strategischen oder taktischen Gewichtung von Anlage­klassen zum Einsatz kommt. Es umfasst Risikoein- schätzung, Risikostandards, Bewertungsmethoden und

Pages