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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern220 Rückkaufvereinbarungen (dem sogenannten Repo-Markt) sowie interne Ressourcen in Form konzerninterner Darle- hen und eines internationalen Cashpools. Die kumulierte, kurzfristige Liquiditätsprognose wird täg- lich aktualisiert. Dabei berücksichtigen wir einen absoluten strategischen Mindestpufferbetrag sowie einen absoluten Mindestwert für die angestrebte Liquidität. Beide Werte werden für den Cashpool der ­­Allianz SE festgelegt, um den Konzern vor kurzfristigen Liquiditätskrisen zu schützen. In diese strategische Planung fließen sowohl der eventuelle Liquiditätsbedarf als auch mögliche Liquiditätsquellen ein, damit die ­­Allianz SE auch bei ungünstigen Veränderungen ihre künftigen Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann. Zu den ungewissen Liquiditätsanforderungen zählen die Nichtverfügbarkeit externer Kapitalmärkte, kombinierte Szenarien aus Markt- und Katastrophenrisiken für Tochter- gesellschaften sowie eine Unterschreitung der von den Tochtergesellschaften erwarteten Gewinne und Dividenden. Das Liquiditätsrisiko für unser Bankgeschäft auf Konzern­ ebene gilt als unerheblich. Dies liegt einerseits an seinem geringen Umfang, anderseits am defensiven Risikoprofil der risikogewichteten Aktiva und des Gesamtvermögens der ­­Allianz Banken (31. Dezember 2012: 9,3 Mrd € bzw. 21,5 Mrd €). Unsere operativen Versicherungsgesellschaften steuern das Liquiditätsrisiko direkt vor Ort. Sie verwenden dabei lokale Systeme zum Management von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die sicherstellen, dass diese Positio­ nen auf geeignete Weise aufeinander abgestimmt werden. Dieser dezentrale Ansatz ermöglicht es uns, Liquidität mit der nötigen Flexibilität bereitzustellen. In unserer Schaden- und Unfallversicherung und Lebens- und Krankenversicherung ist das Liquiditätsrisiko ein Sekun­ därrisiko, das nach Eintritt externer Ereignisse – wie Natur- katastrophen, Storno- oder Vertragserneuerungsfaktoren oder -kosten – wirksam wird. Solche Ereignisse werden grundsätzlich in unserem internen Risikokapitalmodell berücksichtigt. Daher tragen Begrenzung und Überwa- chung der damit verbundenen Primärrisiken (zum Beispiel durchRückversicherungen)auchzurBegrenzungdesdaraus erwachsenden Liquiditätsrisikos bei. Die lokalen Investmentstrategien konzentrieren sich ins- besondere auf die Qualität der Kapitalanlagen und stellen sicher, dass die Portfolios einen erheblichen Anteil an liqui- den Vermögenswerten enthalten (zum Beispiel Staats­ anleihen oder Pfandbriefe). Dieses trägt dazu bei, im Fall von unwahrscheinlichen Ereignissen erhöhten Liquiditäts- bedarf decken zu können. Hinzu kommt, dass nach einem außergewöhnlichen Ereig- nis ein Teil der anfallenden Zahlungen in der Regel erst eini- ge Zeit später geleistet werden muss. Dadurch verringert sich das Risiko, dass kurzfristige Zahlungsverpflichtungen nicht eingehalten werden können. Zur Schätzung unserer Verbindlichkeiten aus Versiche- rungsverträgen wenden wir versicherungsmathematische Methoden an. Im Zuge unserer standardisierten Liquidi- tätsplanungstimmenwirdieZahlungsströmeausunserem Anlageportfolio mit den geschätzten Zahlungsströmen ab, die aus unseren Verbindlichkeiten resultieren. Diese Ana- lysen erfolgen für jede einzelne Gesellschaft und werden auf Konzernebene zusammengeführt. Liquiditätsprognose und -management sind im Asset Mana­gement ein fortlaufender Prozess, der dazu dient, so- wohl die aufsichtsrechtlichen Anforderungen als auch die Standards des Konzerns zu erfüllen. Dieser Prozess wird durch Rahmenbedingungen für die Steuerung von Liquidi- tätsrisiken unterstützt, die im ­­Allianz Asset Management eingeführt wurden. Reputationsrisiko Die Reputation der ­­Allianz beruht auf unserem Verhalten in einer Vielzahl von Bereichen. Beispiele sind Produkt­ qualität, Corporate Governance, Finanzergebnis, Kunden­ service, Mitarbeiterführung, geistiges Eigentum und Corpo­ rate Responsibility. Das Reputationsrisiko ist das Risiko einer unerwarteten nachteiligen Veränderung des Kurses der ­­Allianz Aktie, des Werts des aktuellen Versicherungs- vertragsbestands oder des Werts des künftigen Geschäfts- volumens, die aus einem Ansehensverlust der ­­Allianz er- wächst. Jede Aktivität der ­­Allianz, die zu einer nachteiligen Wirkung auf die Wahrnehmung der ­­Allianz durch wichtige Stakeholderführenkann,istmiteinemdirektenReputations­ risiko verbunden. Ein indirekter Reputationsschaden kann durch Verluste der ­­Allianz in anderen Risikokategorien, ­darunter Markt-, Versicherungs- oder Kreditrisiken, entste- hen, die einen zusätzlichen Rückgang des Werts der ­­Allianz durch eine Reputationsschädigung hervorrufen.

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