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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern216 Unsere größten Naturkatastrophenrisiken, bezogen auf das Verlustpotenzial, sind in der folgenden Tabelle darge- stellt. DIE FÜNF GRÖssTEN EINZELNEN KUMULATIONSSZENARIEN: VERLUST- POTENZIAL FÜR EINZELNE EREIGNISSE, UNTER ANNAHME EINER EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT VON EINMAL IN 250 JAHREN (ENTSPRICHT EINEM KONFIDENZNIVEAU VON 99,6 %) UND BEREINIGT UM DIE RÜCKVERSICHERUNG C 101 Mio € Stand 31. Dezember 2012 Verlust- potenzial1 Orkane in Europa 756 Wirbelstürme in den USA 653 Überschwemmung in Deutschland 528 Erdbeben in Deutschland 520 Hagel in Deutschland 520 1 Basierend auf aktuellen Schätzungen werden Verlustpotenziale auf der Grundlage fremd­ entwickelter und von unseren eigenen Experten entwickelter Modelle berechnet. Alle Modelle unterliegen Unsicherheiten aufgrund wissenschaftlicher Annahmen und zu­ grunde liegender Daten. Reserverisiko Für in der Vergangenheit eingetretene und noch nicht ab- gewickelte Schadenersatzansprüche schätzen und halten wir Reserven. Sollten diese durch Eintritt unerwarteter Ver- änderungen nicht ausreichen, um künftige Schadenersatz- ansprüche abzudecken, würden wir Verluste verzeichnen. Unser Reserverisiko wird an der Volatilität der vergangenen Schadenentwicklung über die Zeitspanne von einem Jahr gemessen. Ein Indikator für die Angemessenheit der Reserve ist die Höhe des Nettoüberschusses 1 im Vergleich zu den ursprünglichen Rückstellungen.2 Die Unsicherheiten in Bezug auf die Entwicklung potenziel- ler Verluste werden durch die Risikozeichnung maßgeblich beeinflusst. Im Allgemeinen wird die Veränderung unserer Reserven für Versicherungsfälle von den operativen Einhei- ten auf der Ebene der Geschäftssparten laufend verfolgt.3 Die Ergebnisse werden von lokalen Rückstellungsaus- schüssen mindestens vierteljährlich erörtert. Bei Bedarf bewertenwirdieRückstellungennachversicherungsmathe­ matischen Standards neu. Zusätzlich werden die Rückstel- lungen von den operativen Einheiten grundsätzlich einmal im Jahr einer Unsicherheitsanalyse unterzogen. Die hier 1 Der kumulierte Nettoüberschuss resultiert aus der Neubewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle für in früheren Geschäftsjahren eingetretene Schäden und enthält Effekte aus der Währungsumrechnung. Weitere Informationen finden Sie unter Angabe 19 im Konzernanhang. 2 Dieser Wert wird auf der Grundlage eines Kalenderjahres unter Angabe 19 im Konzernan­ hang ausgewiesen. 3 Weitere Informationen finden Sie unter Angabe 19 im Konzernanhang. eingesetzten Verfahren ähneln denjenigen zur Berechnung des Reserverisikos. Der ­­Allianz Konzern führt regelmäßig unabhängigeÜberprüfungendieserAnalysendurch,wobei Vertreter des ­­Allianz Konzerns an den Sitzungen des örtli- chen Rückstellungsausschusses teilnehmen. Ähnlich wie beimPrämienrisikowirdauchdasReserverisikoaufKonzern­ ebene durch den Diversifikationseffekt zwischen verschie- denen Geschäftsbereichen auf lokaler Ebene und verschie- denen Märkten auf Konzernebene reduziert. Biometrisches Risiko Biometrische Risiken in der Lebens- und Krankenversiche- rung umfassen Sterblichkeits-, Invaliditäts-, Krankheits- und Langlebigkeitsrisiken. −− Sterblichkeits-,Invaliditäts-undKrankheitsrisiken:Risiko, dass die realisierten Todes- oder Invaliditätszahlungen oder Krankheitskosten höher als erwartet ausfallen. −− Langlebigkeitsrisiko: Risiko, dass Rentenempfänger län- gerlebenalserwartet.BeiderModellierungdieserRisiken in unserem internen Risikokapitalmodell unterscheiden wir zusätzlich nach Level-, Trend-, Schwankungs- und Katastrophenrisiken. Biometrische Annahmen, etwa über die Lebenserwartung, spielen hier eine bedeuten- de Rolle. Bedingt durch die Produktgestaltung gleichen sich Sterb- lichkeits-,Invaliditäts-undLanglebigkeitsrisikenimGesamt­ portfolio der Lebens- und Krankenversicherung mit Renten­ produkten aus. Zusätzlich wirkt die geografische Diversi- fikation des Portfolios, was dazu führt, dass die Lebens- und Krankenversicherung zum 31. Dezember 2012 über keine wesentliche Konzentration biometrischer Risiken verfügt.4 Geschäftsrisiko Geschäftsrisiken setzen sich aus Kostenrisiken und Risiken ausdemVerhaltenvonVersicherungsnehmernzusammen. KostenrisikenergebensichausungünstigenVeränderungen von Geschäftsannahmen und unerwarteten Ergebnis- schwankungen. Letztere entstehen dadurch, dass Erträge sinken, die entsprechenden Aufwendungen jedoch nicht im selben Ausmaß verringert werden können. Die Kosten- risiken beinhalten das Risiko, dass Akquisitions- und Ver- waltungsaufwendungen im Versicherungsgeschäft bedingt 4 Weitere Informationen zum Versicherungsrisiko im Lebens- und Krankenversicherungs­ geschäft finden Sie unter Angabe 20 im Konzernanhang.

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