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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern C Konzernlagebericht Risikobericht, Kontrollen und Verfahren 193 Risikobericht 226 Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals 209 die strategische Portfoliostruktur sowie Anlagelimite kon­ trolliert und überwacht. Darüber hinaus unterliegen sie, zurVermeidungunverhältnismäßiggroßerKonzentrations­ risiken, dem konzernweiten System zur Steuerung von Län- der- und Schuldnergruppenlimiten (CRisP). 93,1 % des inter­ nen Risikokapitals vor Diversifikationseffekten zwischen RisikokategorienfürAktienrisikenindenSegmentenLebens- und Krankenversicherung und Schaden- und Unfallver­ sicherung entstehen in unseren operativen Einheiten in Deutschland, Italien, Frankreich und den USA. Das Segment Corporate und Sonstiges enthält die Aktien- anlagen der ­­Allianz SE und die Finanzholdinggesellschaften. Immobilienrisiko Aufgrund unseres diversifizierten Immobilienportfolios ist das Immobilienrisiko für den ­­Allianz Konzern derzeit von nachrangiger Bedeutung. Auf das Immobilienrisiko bezie- hen sich etwa 4,1 % des gesamten internen Risiko­kapitals vor Diversifikation zwischen Risikokategorien. Währungsrisiko Zusätzlich zu geltenden lokalen aufsichtsrechtlichen Vor- schriften fordern die Konzernvorgaben von den operativen Einheiten, dass sie ihre Verbindlichkeiten im Wesentlichen währungskongruent zu den Vermögenswerten steuern und lokale Währungspositionen innerhalb von festgesetzten Limiten halten. Auf Ebene der operativen Versicherungs­ gesellschaften und des Konzerns wird das Währungsrisiko – mit Unterstützung durch Group Treasury and Corporate Finance – auf Grundlage eines Limitsystems für Fremd- währungspositionen überwacht und gesteuert. Das Währungsrisiko resultiert größtenteils aus dem ökono- mischen Wert der operativen Einheiten, die nicht in Euro berichten.WerdendieseWährungenimVergleichzumEuro abgewertet,sovermindernsichaufKonzernebeneauchdie Nettovermögenswerte in Euro. Das entsprechende Risiko wird den jeweiligen Geschäftssegmenten zugeordnet. Das Segment Corporate und Sonstiges hält außerdem eine begrenzte Anzahl nicht in Euro geführter Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Credit-Spread-Risiko Das Risiko, dass der Marktwert unserer festverzinslichen Wertpapiere – etwa Anleihen – wegen zunehmender Credit Spreads sinkt, wird in unserem internen System ebenfalls vollständig berücksichtigt. Bei unserem internen Risiko- management und der Bestimmung unserer Risikoneigung tragen wir jedoch auch den wirtschaftlichen Bedingungen unseres Geschäftsmodells Rechnung. Das heißt, die Tat­ sache, dass die Zahlungsströme unserer Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft sehr gut prognostizierbar sind, reduziert zum großen Teil das Risiko, diese Anleihen vor ihrer Fälligkeit mit Verlust zu veräußern, ganz erheblich und erlaubt es uns, die Anleihen als langfristige Anlage bis zur Endfälligkeit zu halten. Aus diesem Grund kommt in unserem internen Modell der Ansatz der antizyklischen Prämie (CCP) zur Anwendung. Im Vergleich zum Credit- Spread-Risiko halten wir das Kreditausfallrisiko für maß- geblicher. Kreditrisiko Der ­­Allianz Konzern überwacht und steuert Kreditrisiken und Kreditkonzentrationen mit dem Ziel, seinen Verpflich- tungen gegenüber Versicherungsnehmern bei Fälligkeit stets nachkommen zu können. Zugleich streben wir ange- messene Kapital- und Solvabilitätspositionen sowohl für die operativen Einheiten als auch für den Konzern an. Zur UmsetzungdieserZielenutzenwirdaskonzernweiteSystem zur Steuerung von Länder- und Schuldnergruppenlimiten (CRisP, siehe dazu Kapitel „Konzentration von Risiken“) sowie das interne Kreditrisikokapitalmodell. Das interne Kreditrisikokapitalmodell des ­­Allianz Konzerns ist ein wesentlicher Bestandteil unseres allgemeinen inter- nen Risikokapitalsystems. Das Kreditrisiko misst den poten­ziellen Wertverlust des Portfolios durch Verschlech- terung der Bonität eines Schuldners (Migrationsrisiko) bzw. die Unfähigkeit oder Unwilligkeit des Kontrahenten, vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen (Ausfall­ risiko). Das Modell wird im Konzern zentral entwickelt, para­ metrisiert und kontrolliert. Hier erfassen wir konzernweite Kreditdaten anhand eines zentralisierten Prozesses und unter Verwendung standardisierter Schuldner- und Schuldnergruppenzuordnungen. Kreditrisiken unterscheiden wir nach Kontrahentenrisiken und Länderrisiken. Kontrahentenrisiken ergeben sich aus unseren festverzinslichen Wertpapieren, Sichteinlagen, Derivaten, strukturierten Transaktionen, Forderungen ge- genüber ­­Allianz Vertretern und sonstigen Schuldnern sowie aus Rückversicherungsforderungen und Verpflichtungen aus der Kreditversicherungstätigkeit.1 Das Länderrisiko 1 Engagements in Staatsanleihen der Mitgliedsländer der OECD und der Vertragsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EEA) werden in der Kategorie „Kreditrisiko“ unseres internen Systems als „risikofrei“ abgebildet, sofern die Anleihen in der jeweiligen Landeswährung be­ geben werden. Damit folgen wir der EIOPA-Empfehlung zu Level 2 der Solvency II betreffen­ den Durchführungsverordnung.

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