Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern208 Das konzerndiversifizierte interne Marktrisikokapital ist gestiegen, da sich die Marktbedingungen für die Lebens- und Krankenversicherung geändert haben. Der Anstieg resultierte vor allem daraus, dass unsere Garantiever- pflichtungen aufgrund des weiterhin rückläufigen Zins­ niveauseinehöhereSensitivitätaufwiesen.Dieseswiederum wirkte sich auf die meisten Marktrisikotypen aus. Zusätzlich führten Bewertungseffekte bei verzinslichen Wertpapieren aufgrund von zurückgehenden Credit Spreads zu einem Anstieg des Spread-Risikos. Das folgende Diagramm zeigt die interne Kapitalquote in bestimmten Standardszenarien. Diese werden anhand rea­ listischermöglicherEinzelbewegungenwesentlicherMarkt- parameter definiert – wobei alle anderen Parameter kons- tant gehalten werden – und haben Auswirkungen sowohl aufdasverfügbareKapitalalsauchdasinterneRisiko­kapital. Auswirkungen Finanzieller Standardszenarien auf das verfügbare Kapital dargestellt anhand der internen Kapital- quote (Gesamtbestand vor Abzug der Anteile anderer Gesell- schafter und nach Steuern und KonzerndiversifikatioN)1 C 092 % Zinssätze: Rückgang um 1% Zinssätze: Anstieg um 1% Aktienpreise: Anstieg um 30% Aktienpreise: Rückgang um 30% Zinssätze: Rückgang um1% Aktienpreise: Rückgang um 30% Interne Kapitalquote 0 100 200 191 199 217 220 162 177 203 210 177 188 147 165   31.12.2012    31.12.2011 1 Die Werte für 2011 wurden auf Grundlage des 2012 aktualisierten Modells neu berechnet. Zinsrisiko Aufgrund unseres Geschäftsmodells hat das Zinsrisiko für unser Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft große Relevanz. In diesem Segment werden in der Regel Produkte derlangfristigenVermögensbildungundSparprodukteange­ boten – so zum Beispiel in Deutschland, Frankreich, Italien, denUSAundSüdkorea–,diejeweilseinegarantierteMindest­ verzinsung bzw. Ablaufleistung enthalten. Viele der lokalen Kapitalanlagemärkte verfügen ­jedoch nicht über hinrei- chende Tiefe und Liquidität, damit wir die Prämienein­ nahmen entsprechend der Fristigkeiten unserer langfristi- genVerbindlichkeiteninvestierenkönnen.DieserUmstand setzt uns deshalb einem Wiederanlage­risiko aus, wenn wir vor dem Ablauf unserer Versicherungsverbindlichkeiten fällige Anlagepapiere neu investieren müssen. Da Zinssätze in diesen Märkten unter die zugesagte Min- destverzinsung sinken können, sind wir nicht zuletzt dann einem Zinsrisiko ausgesetzt, wenn wir fällige Wertpapiere wieder angelegen müssen, bevor der entsprechende Lebens­versicherungsvertrag fällig ist. Ein wesentlicher Bestandteil unseres internen Risikokapitalmodells ist es, diese Zusammenhänge von Anlagestrategie und unseren Kundenverpflichtungen angemessen abzubilden. Darüber hinaus ist unsere Aktiv-Passiv-Steuerung (Asset-Liability- Management) eng mit dem internen Risikokapitalrahmen verknüpft: Ziel sind langfristige Anlageergebnisse, die über die Verpflichtungen aus Versicherungs- und Investment- verträgen hinausgehen. Diese Risiken spiegeln sich in den internen Risikokapital­ ergebnissen wider und werden über Zinssensitivitätslimite adressiert. Ein beträchtlicher Anteil des entsprechenden internen Risikokapitals vor Diversifikation zwischen Risiko- kategorien für Zinsrisiken entfällt in der Lebens- und Kran­ ken­versicherung auf Westeuropa – 79,8 % zum 31. Dezem­ ber 2012 –, und zwar überwiegend zur Absicherung tra­- ditioneller Lebensversicherungsprodukte mit Garantien. WirsteuerndasZinsrisikoauseinerGesamtunternehmens­ perspektive: So ist in der Schaden- und Unfallversicherung die Fälligkeit der Verbindlichkeiten üblicherweise kurzfris- tiger als die der Kapitalanlagen, die sie decken. In der Lebens- und Krankenversicherung ist aufgrund der Langfristigkeit von Lebensversicherungsverträgen im Allgemeinen das Gegenteil der Fall. Dadurch entsteht auf Konzernebene eine natürliche Absicherung auf ökonomischer Basis. Da unser Nettozinsrisiko (einschließlich der emittierten Wertpapiere zur Finanzierung des Kapitalbedarfs des ­­Allianz Konzerns) auf Konzernebene gemanagt wird, sind die Zinsdurationen der Vermögenswerte und der Verbind- lichkeiten im Segment Corporate und Sonstiges auch nicht zwangsläufig ausgeglichen. Aktienrisiko Für gewöhnlich dienen die Aktienanlagen unserer opera­ tiven Versicherungsgesellschaften der Portfoliodiversifi­ kation und der Erzielung attraktiver, langfristiger Renditen. Die entsprechenden Risiken werden durch Vorgaben für

Pages