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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern206 Deshalb hat der Vorstand der ­­Allianz SE beispielsweise so- wohl auf Ebene der operativen Einheiten als auch auf Kon- zernebene Limite für Naturkatastrophen bestimmt. Sie dienendazu,diepotenzielleErtragsvolatilitätzureduzieren und mögliche Verluste durch einzelne Ereignisse sowie auf aggregierter Jahresbasis zu mindern. Die Limite sind auf einer Nettobasis und mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 0,4 % definiert, was einer Häufigkeit von einmal in 250 Jahren entspricht. Diese Limite werden jährlich überprüft. Zwei Instrumente, mit denen wir Höchstrisiken mindern und die finanziellen Folgen nachteiliger Ereignisse für Unter­ nehmen und Eigentümer begrenzen (etwa bei schweren Schäden durch Naturkatastrophen), sind beispielsweise die klassische Rückversicherungsdeckung und zweckbe- stimmte Finanztransaktionen auf Konzernebene. So haben wir im Jahr 2012 zum Beispiel unsere Swaps verlängert, mit denen wir Risiken aus Orkanen in Europa sowie Wirbel­ stürmenundErdbebenindenUSA –diezuunserengrößten Risiken aus Naturkatastrophen zählen – gegen Risiken bei Taifunen und Erdbeben in Japan eintauschen, da unsere Aktivitäten in der Schaden- und Unfallversicherung dort geringer sind. Darüber hinaus bestehen weiterhin ver- schiedene Katastrophenanleihen, die uns vor Hurrikan- und Erdbebenrisiken in den USA schützen. Als Maßnahme gegen Kreditkonzentrationen betreiben wir ein konzernweites System zur Steuerung von Länder- und Schuldnergruppenlimiten(CRisP 1).EsberuhtaufDaten,die einheitlich von den Anlage- und Risikofunktionen sowohl auf Konzernebene als auch auf der Ebene der operativen Einheitenverwendetwerden.ZugleichliefertdiesesSystem dieDiskussionsgrundlagefürKreditmaßnahmenundstellt eine schnelle und umfassende konzernweite Kommuni­ kation kreditrisikorelevanter Entscheidungen sicher. 1 Credit Risk Platform. Durch die Umsetzung und Ausführung klar definierter Pro- zesse gewährleisten wir, dass Risikokonzentrationen und die Auslastung von Limiten angemessen überwacht und gesteuert werden. Das Limitsystem überwacht das Konzen- trationsrisiko gegenüber Kontrahenten und berücksichtigt dabei das Risiko sowohl aus Schuldinstrumenten als auch aus Aktienpositionen. In letzter Instanz ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Höchstwerte für Länder- und Schuldnerrisiken (also das maximale Konzentrationslimit) aus Konzernsicht zu be- stimmen. Dieses Limit berücksichtigt die Größe und die Zusammensetzung des Portfolios des ­­Allianz Konzerns ebenso wie die allgemeine Risikostrategie der ­­Allianz. Die Beurteilung und Überwachung des Konzentrations­ risikos erfolgt mit Hilfe standardisierter CRisP-Berichte, die das Management des Konzerns sowie der einzelnen operati­ ven Einheiten vierteljährlich erhalten. Diese CRisP-Berichte zeigen die Top 100 der Schuldnergruppenkonzentrationen und deren Beitrag zum Kreditrisiko des entsprechenden Portfolios. Der Vorstand delegiert durch die klare Definition von Höchst­ grenzen Befugnisse für die Festlegung und die Änderung von Limiten an das Group Risk Committee und den Group Chief Risk Officer (CRO). Alle Limite unterliegen einer jähr- lichen Prüfung und Genehmigung entsprechend den dele- gierten Befugnissen. Quantifizierbare Risiken Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über das konzern- diversifizierte Risikokapital nach Risikokategorie. konzerndiversifiziertes internes Risikokapital nach risikokategorie1 C 090 Mio € Marktrisiko Kreditrisiko Versicherungs- technisches Risiko Geschäftsrisiko Operationelles Risiko Summe Stand 31. Dezember 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011 Konzern- diversifiziert Schaden-Unfall 2 723 3 020 1 135 902 6 271 6 277 218 177 566 539 10 913 10 915 Leben/Kranken 11 503 9 240 2 212 2 088 727 671 1 018 973 414 450 15 874 13 422 Asset Management 559 562 119 119 – – – – 576 550 1 254 1 231 Corporate und Sonstiges 1 379 1 397 543 820 47 64 – – 138 44 2 107 2 325 1 Die Werte für 2011 wurden auf Grundlage des 2012 aktualisierten Modells neu berechnet.

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