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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern C Konzernlagebericht Risikobericht, Kontrollen und Verfahren 193 Risikobericht 226 Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals 205 Modelle für versicherungstechnisches Risiko Der neue Modellierungsansatz für Nicht-Marktrisiken im Lebensversicherungsgeschäft ermöglicht jetzt eine unab- hängige Betrachtung von Sterblichkeits-, Langlebigkeits- und Invaliditätsrisiko anstatt einer aggregierten, wie sie in der Vergangenheit nur möglich war. Der aus diesen Modell­ änderungen resultierende Anstieg des Risikokapitals wurde durch Parameteränderungen bei anderen versicherungs- technischen Risiken ausgeglichen. Im Ergebnis verringerte sich das interne Risikokapital um 0,1 Mrd €. Kreditrisikomodell Das interne Risikokapital stieg aufgrund von Aktualisierun- gen bei einigen Parametern und Modellen um 0,6 Mrd €. Die wichtigsten Methodenaktualisierungen betreffen die Einführung des Potential Future Exposure (PFE) für Derivate und Rückversicherung bei der Berechnung der Höhe der Ausfallposition sowie die Verfeinerung von Rating-Ein- schätzungen. Steuereffekte Der Steuereffekt verringerte sich um 0,4 Mrd €. Dies war eine direkte Folge der Modelländerungen, die zu einem ge- ringeren Risikokapital vor Steuern führten. KonzernDiversifiziertes internes Risikokapital nach Risikokategorie und Geschäftssegment (gesamtes Portfolio vor Berücksichtigung von Minderheitsgesellschaftern) C 089 Mio € zum 31. Dezember 2011 Gemäß Modell von 2011 Nach Modell- aktualisierung im Jahr 2012 Konfidenzniveau 99,97 % 99,5 % 99,5 % Nach Risikokategorie Marktrisiko 16 790 15 555 14 219 Kreditrisiko 6 498 3 322 3 929 Versicherungs­- technisches Risiko 10 756 7 160 7 012 Geschäftsrisiko 6 374 2 336 1 150 Operationelles Risiko – 3 461 1 583 Steuereffekte - 5 913 - 5 141 - 4 723 Konzern gesamt 34 505 26 693 23 170 Nach Geschäftssegment Schaden-Unfall 17 122 12 456 10 915 Leben/Kranken 17 364 13 885 13 422 Asset Management 2 648 2 648 1 231 Corporate und Sonstiges 3 284 2 845 2 325 Steuereffekte - 5 913 - 5 141 - 4 723 Konzern gesamt 34 505 26 693 23 170 Interne Risikobewertung Konzentration von Risiken Als integrierter Finanzdienstleister mit einer breiten Pro- duktpalette, die sich über verschiedene Geschäftssegmen- te und geografische Regionen erstreckt, ist Diversifikation für unser Geschäftsmodell von großer Bedeutung. Diversi- fikation unterstützt uns bei der effizienten Handhabung unserer Risiken, da sie den wirtschaftlichen Einfluss einzel- ner Ereignisse beschränkt. Zudem trägt sie zu einem ins­ gesamt relativ stabilen Ertrags- und Risikoprofil bei. Wie bereits im Abschnitt „Diversifikations- und Korrelations- annahmen” geschildert, hängt der Grad des realisierbaren Diversifikationseffekts nicht nur von der Korrelation zwi- schen den Risiken ab, sondern auch von ihrer relativen Konzentration. Daher sind wir stets bestrebt, unverhältnis- mäßig große Einzelrisiken zu vermeiden und ein ausgewo- genes Risikoprofil aufrechtzuerhalten. Auf Konzernebene identifizieren und messen wir die Konzen­ trationsrisiken generell über alle Segmente hinweg einheit- lich auf Grundlage des internen Risikokapitals vor Diversi- fikation zwischen Risikokategorien. Dazu nutzen wir die Risikokategorien unseres internen Risikokapital­modells und wenden innerhalb der einzelnen Kategorien die nach- folgend beschriebenen ergänzenden Ansätze zur Steue- rung von Konzentrationsrisiken an. In den folgenden Ab- schnitten werden alle Risiken vor Diversifikation zwischen Risikokategorien und konzerndiversifiziert dargestellt und die Konzentration einzelner Risikoquellen entsprechend benannt. In Bezug auf Anlagen werden Top-down-Indikatoren wie beispielsweise Vorgaben für die strategische Anlagestruktur definiert und sorgfältig überwacht – immer mit dem Ziel, die Ausgewogenheit der Anlagenportfolios zu wahren. Auf Grundlage des internen Risikokapitalmodells wurden auf Konzernebene für die Segmente Lebens- und Krankenver- sicherung und Schaden- und Unfallversicherung Financial-­ VaR-Limite, ergänzt um Aktien- und Zinssensitivitätslimite, eingerichtet, um so die wirtschaftliche Kapitalbasis zu schützen und Höchstrisiken zu kontrollieren. Zur Vermeidung unverhältnismäßig großer Einzelrisiken, die sich häufen und so zu substanziellen Verlusten führen können (zum Beispiel Naturkatastrophen- oder Kredit­ ereignisse), werden diese jeweils für sich (also vor Berück- sichtigung des Diversifikationseffekts) genau beobachtet. SieunterliegenaußerdemdemkonzernweitenLimitsystem.   399  Financial VaR

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