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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern204 Die Veränderung des Konfidenzniveaus von 99,97 % auf 99,5 % führt auf Basis der Zahlen zum Jahresende 2011 zu einem Rückgang des Risikokapitals um 7,8 Mrd €. Entspre- chend haben wir unsere internen Kapitalisierungsziele erhöht, um das Niveau der internen Kapitaladäquanz bei- zubehalten. Weitere Modellaktualisierungen verbesserten unsere Solvenzquote im internen Modell – basierend auf einem Konfidenzniveau von 99,5 % – von 184 % auf 191 %. Ver- ursacht wurde dies durch einen Rückgang des internen Risikokapitals um 3,5 Mrd € und einen Rückgang des ver- fügbaren Kapitals um 4,9 Mrd €. Im folgenden Abschnitt stellen wir die Modellaktualisierungen aufgegliedert und damit detaillierter vor. Auswirkungen auf das verfügbare Kapital Die Ermittlung des verfügbaren Kapitals berücksichtigt die Beschränkungen der Übertragbarkeit und Fungibilität von Kapital innerhalb des ­­Allianz Konzerns durch einen konser- vativen Ansatz, der den aktuell erwarteten Vorschriften durch Solvency II entspricht. Dabei nehmen wir in Kauf, dass die endgültige Regulierung abweichende und mögli- cherweise weniger konservative Regeln ansetzen könnte. Der Nettoeffekt dieser Beschränkungen wurde teilweise durch andere Modellaktualisierungen kompensiert, ein- schließlich einer Änderung der Zinskurve, die den jüngsten Leitlinien von Solvency II folgt. Auswirkungen auf das interne Risikokapital Konfidenzniveau Die durch Solvency II zukünftig auferlegten Eigenkapital­ anforderungensinddurchdenschlimmstmöglichenVerlust auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99,5 % definiert. Um uns an diesem zukünftigen Standard auszurichten, veröf- fentlichen wir nun die Ergebnisse unseres internen Risiko- kapitalmodells auf dem 99,5 %-Konfidenzniveau, während wir früher auf dem Konfidenzniveau von 99,97 % berichte- ten. Der Wechsel vom 99,97 %- auf das 99,5 %-Konfidenz­ niveau führt zu einem Rückgang unseres internen Risiko- kapitals von 34,5 Mrd € um 7,8 Mrd € auf 26,7 Mrd €. Weitere Änderungen im internen Risikokapitalmodell In Summe reduzieren sämtliche Auswirkungen aller weite- ren Modelländerungen auf dem 99,5 %-Konfidenzniveau dasRisikokapitalvon26,7 Mrd €um3,5 Mrd €auf23,2 Mrd € (Basis: 4. Quartal 2011). Die Verringerung kann den Risiko- kategorien wie folgt zugeordnet werden: Geschäfts- und operationelles Risikomodell Die Geschäfts- und operationellen Risiken waren mit einem RückgangdesinternenRisikokapitalsinHöhevon 3,1 Mrd € am stärksten von den Modelländerungen betroffen. Dies ist vor allem auf die vollständige Integration unseres internen Modells für operationelle Risiken (nun dargestellt als sepa- rate Risikokategorie) einschließlich der Berücksichtigung von Diversifikationseffekten zurückzuführen. In der Ver- gangenheit haben wir im Gegensatz dazu und im Einklang mit den Anforderungen des Solvency-II-Standardmodells einen konservativen Aufschlag angewendet. Darüber hinaus und in Übereinstimmung mit dem zukünf- tigen Solvency-II-Regelwerk änderten wir unseren Risiko- ansatz für das Asset Management und integrieren es nun auf der Grundlage des sektoralen regulatorischen Kapital- bedarfs. Basierend auf einer internen Risikopositions­ bewertung ordnen wir den Kapitalbedarf Markt- und Kredit­ ­risiken sowie operationellen Risiken zu, während es in der Vergangenheit zum Geschäftsrisiko gehörte. Im Segment Lebens- und Krankenversicherung haben wir einen neuen Modellierungsansatz für Nichtmarktrisiken eingeführt, der eine klarere Trennung der Risiken im Bereich der Geschäfts- und versicherungstechnischen Risiken er- möglicht. Die Berücksichtigung früher nicht modellierter Risiken wie Inflation von Verwaltungskosten und Massen- storno haben die oben beschriebenen Effekte teilweise kompensiert. Marktrisikomodell Änderungen unserer Marktrisikomodelle reduzierten das interne Risikokapital um 1,3 Mrd €. Insbesondere haben wir – auf Basis der jüngsten Informationen zu Solvency II – eine Veränderung in der Modellierung der Zinskurven vorgenommen.DerenrisikoerhöhenderEffektwurdedurch den risikomindernden Ansatz einer antizyklischen Prämie (Countercyclical Premium, CCP), die sich auf das Spread- Risiko der verzinslichen Anlagen unseres Lebensversiche- rungsgeschäfts auswirkt, mehr als ausgeglichen. Dieser Ansatz folgt der Tatsache, dass die Zahlungsströme unserer Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft sehr gut prognostizierbar sind. Dies reduziert das Risiko, diese ­Anleihen vor ihrer Fälligkeit mit Verlust veräußern zu müs- sen, erheblich und erlaubt uns, die Anleihen als langfristige Anlage bis zur Endfälligkeit zu halten.  398   Antizyklische Prämie

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