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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern C Konzernlagebericht Risikobericht, Kontrollen und Verfahren 193 Risikobericht 226 Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals 203 cherungsrisiken, wie Naturkatastrophen, nur in begrenz- tem Umfang Daten zur Verfügung stehen. Weil das Modell, sofernmöglich,historischeDatenverwendet,kannesnicht gleichzeitig mit denselben validiert werden. Stattdessen nehmen wir Sensitivitätsanalysen sowie unabhängige in- terne Validierungen vor und lassen Modell und Parameter durch unabhängige externe Beratungsfirmen prüfen – ein- schließlichderMethodenfürdieParameterauswahlundder zugehörigen Kontrollprozesse. Insgesamt sind wir der Mei- nung, dass unsere Maßnahmen zur Validierung in dem Maße, in dem eine Validierung möglich ist, wirksam sind und unser Modell unsere Risiken angemessen bewertet. Wie oben erwähnt, werden die Verbindlichkeiten aus dem VersicherungsgeschäftdurchPortfoliosmitStandardfinanz­ marktinstrumenten repliziert, damit ein effektives Risiko- management erfolgen kann. Insbesondere für Lebens­ versicherungsportfolios mit eingebetteten Garantien sind diedafürverfügbarenInstrumenteunterUmständenjedoch zu einfach bzw. zu restriktiv, um sämtliche Faktoren zu be- rücksichtigen, die sich auf die Veränderung des Werts von Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft auswir- ken. Das optimale Portfolio, das zur Berechnung des Risiko- kapitals verwendet wird, ist daher abhängig von den jeweils verfügbaren Replikationsinstrumenten. Wert und Verhalten dieses Portfolios bei Marktbewegungen können daher vom Verhalten der echten Verbindlichkeiten abweichen. Wir sind jedoch der Meinung, dass die Verbindlichkeiten auf- grund unserer strengen Anforderungen an die Daten- und Prozessqualität insgesamt angemessen durch diese Repli- kationsportfolios dargestellt werden. Da unser erforderliches internes Risikokapital darauf ab- stellt, wie sich der Zeitwert unserer Vermögenswerte und Verbindlichkeitenändert,mussdieserWertfürjedeeinzelne Position bestimmt werden. Bei einigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten insbesondere in gestörten Finanz- märkten wird es jedoch schwierig, wenn nicht sogar un- möglich, einen aktuellen Marktpreis zu ermitteln oder aber den „Mark-to-Market“-Ansatz sinnvoll anzuwenden. Für bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verwen­ den wir, sofern kein aktueller Marktpreis für dieses Instru- ment oder vergleichbare Instrumente zur Verfügung steht, einen „Mark-to-Model“-Ansatz. Die Genauigkeit des Wert- ansatzes hängt bei einigen unserer Verbindlichkeiten außer­ dem davon ab, wie genau die versicherungstechnischen Zahlungsströme geschätzt werden. Trotz dieser Einschrän- kungen halten wir die geschätzten Werte für angemessen. Für Derivate verwenden wir im internen Risikokapital­ modell Bewertungsmodelle, die diese grundsätzlich ange- messen abbilden können. Das im Versicherungsgeschäft verwendete interne Risikokapitalmodell kann allerdings nur herkömmliche Derivate wie Aktienkauf- und -verkaufs- optionen, Terminkontrakte und Zins-Swaps und Zinsoptio- nen direkt modellieren. Damit sich aber auch komplexere InstrumenteindasinterneRisikokapitalsystemeinbeziehen lassen – etwa Derivate, die in strukturierte Finanztrans­ aktionen eingebettet sind –, auch wenn sie weder lokal noch auf Konzernebene ein signifikantes Volumen haben, werden sie im Modell durch diejenigen Standardderivate abgebildet, die ihnen am ähnlichsten sind. Dennoch kann sich eine noch präzisere Modellierung der Instrumente auf den Zeitwert der Derivate und das interne Risikokapital auswirken. Wir sind jedoch der Ansicht, dass eine solche Veränderung unerheblich wäre. Modellaktualisierung im jahr 2012 Im Berichtsjahr haben wir unser internes Risikokapital­ modell aktualisiert. Dabei folgten wir der Regel, Änderungen dort vorzunehmen, wo die Solvency-II-Regulierung final zu sein scheint, wendeten unsere eigene ökonomische Sicht aberdortan,woUnsicherheitenüberdiefinaleRegulierung bestehen. Im Folgenden fassen wir kurz die wichtigsten Modellaktualisierungen des Jahres 2012 zusammen, die sich sowohl auf das verfügbare Kapital als auch das interne Risi­kokapital auswirken. Um die Auswirkungen isoliert be- trachten zu können, haben wir unsere zum 31. Dezember 2011 veröffentlichten Zahlen unter ausschließlicher Berück­ sichtigung dieser Modellaktualisierungen neu berechnet. Verfügbares Kapital und internes Risikokapital zum 31.Dezember 2011 im Vergleich C 088 Mrd € Analog Geschäftsbericht 2011 Nach Modellaktuali- sierung im Jahr 2012 Nach Änderung Konfidenzniveau 50 40 30 20 10 49,2 34,5 44,3 23,2 143 % 49,2 26,7 184 % 191 % Kapitalquote    Verfügbares Kapital    Internes Risikokapital 

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