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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern202 Unser internes Risikokapitalmodell umfasst: −− alle unsere wesentlichen Versicherungsgeschäfte; −− alle wesentlichen Vermögenswerte (einschließlich An- leihen, Hypotheken, Investmentfonds, Kredite, Aktien, Immobilien) und Verbindlichkeiten (einschließlich der Zahlungsströme unserer gesamten technischen Rück- stellungen sowie Einlagen und emittierte Wertpapiere); −− das Zusammenwirken von Vermögenswerten und Ver- bindlichkeiten durch lokale Managemententscheidun- gen (etwa über Anlagestrategien und Beteiligungsregeln für Versicherungskunden) in der Lebens- und Kranken- versicherung. Die in Westeuropa verkauften traditionel- len Lebens- und Krankenversicherungsprodukte zeich- nen sich dadurch aus, dass die Versicherungsnehmer innerhalb bestimmter Grenzen sowie im Ermessen der Geschäftsleitung an den Gewinnen (aber auch an den Verlusten) teilhaben, vorbehaltlich einer garantierten Mindestverzinsung bzw. Ablaufleistung. Ein Großteil unserer Lebens- und Krankenversicherungsverträge in WesteuropabeteiligtdieVersicherungskundeninhohem Maße und reduziert dadurch wesentliche Risiken, unter anderen Markt- und Kreditrisiken, versicherungstechni- sche Risiken und Kostenrisiken;1 −− alle wesentlichen Derivate (Optionen, Swaps, Futures), besonders wenn sie ein Teil des üblichen Geschäftsmo- dells einer operativen Einheit sind (etwa bei ­­Allianz Life Insurance Company of North America) oder wenn sie eine erhebliche Auswirkung auf das Risikokapital haben (zum Beispiel in der Lebens- und Krankenversicherung, wenn wesentliche Verpflichtungen gegenüber Versiche- rungsnehmern durch Finanzderivate abgesichert wer- den). In der Regel zählen Derivate, die in strukturierte Finanztransaktionen eingebettet sind, ebenfalls dazu.2 Für unser Asset Management stützt sich unsere Zuord- nung der internen Risikokapitalanforderungen auf einen Ansatz, der – in Übereinstimmung mit aktuellen Vorgaben in Solvency II – den regulatorischen Vorgaben des Sektors Rechnung trägt. Dieser Ansatz wird auf die Risikokategorien unseres internen Risikokapitalmodells angewandt, was es uns ermöglicht, innerhalb unseres internen Risikokapital- 1 Weitere Informationen zum Lebensversicherungsgeschäft mit Gewinnbeteiligung finden Sie unter Angabe 20 im Konzernanhang. 2 Weitere Angaben zu Risiken derivativer Finanzinstrumente finden sich unter Angabe 43 im Konzernanhang. rahmens das Risikokapital für alle Konzernsegmente kon- sistent zusammenzufassen. Etwa 99,8 % des im Segment Asset Management verwalteten Vermögens werden für Dritte oder für ­­Allianz Versiche- rungseinheiten gehalten. Sie bergen entsprechend keine zusätzlichen Markt- und Kreditrisiken für das Segment. Die Bewertung von Markt- und Kreditrisiken Dritter ist indes unerlässlicherBestandteildesRisikomanagementprozesses unserer örtlichen operativen Einheiten. Kleinere operative Versicherungseinheiten, deren Auswir- kungen – auf das Risikoprofil des Konzerns – wir als unwe- sentlich erachten, werden entweder durch lokale aufsichts- rechtlicheVorgabenoderdurcheinenrisikofaktorbasierten Ansatz abgebildet und den Risikokategorien unseres inter- nenModelszugeordnet.Diesermöglichtesuns,dasinterne Risikokapital für alle Segmente konsistent zu aggregieren. Internes Risikokapital im Zusammenhang mit unserem Bankgeschäft in Europa wird auf Grundlage des Ansatzes, der von Banken gemäß Basel II angewandt wird, dem Seg- ment Corporate und Sonstiges zugerechnet. Da es sich ledig­ lich auf rund 1,6 % des gesamten internen Risikokapitals vor Diversifikation zwischen Risikokategorien beläuft, gehen wir auf das Risikomanagement für das Bankgeschäft im Folgenden nicht näher ein. Einschränkungen Unser internes Risikokapitalmodell ermittelt den poten- ziellen finanziellen Betrag, den wir „im schlimmsten Fall“, alsounterbesondersungünstigenBedingungen,aufeinem bestimmten Konfidenzniveau verlieren könnten. Dabei be- steht jedoch die statistisch geringe Wahrscheinlichkeit von 0,5 % auf Sicht von einem Jahr, dass die tatsächlichen Ver- luste diese Schwelle auf Konzernebene noch überschreiten. Wir verwenden aus historischen Daten abgeleitete Modell- und Szenarioparameter (soweit verfügbar) für eine annä- hernde Darstellung möglicher künftiger Risikoereignisse. Sollten Marktbedingungen jedoch stark von bisherigen Ent- wicklungenabweichen–wieetwawährendeinerbisherbei- spiellosen Krise – kann es sein, dass unser VaR-Ansatz zu hoch oder zu niedrig ist. Um die Abhängigkeit von histori- schen Daten auszugleichen, vervollständigen wir unsere VaR-AnalysedurchStresstests.DieGenauigkeitunsererMo- delle können wir nur eingeschränkt mit der tatsächlichen Entwicklung in der Vergangenheit vergleichen, weil wir uns für ein hohes Konfidenzniveau von 99,5 % und eine einjähri- ge Haltedauer entschieden haben und für bestimmte Versi-

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