Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern200 Bewertungsannahme: Replikationsportfolios Da im Rahmen des internen Risikokapitalmodells effiziente Bewertungenundanspruchsvolle,zügigeAnalysengefordert sind, wenden wir Replikationsportfolios an, um die Ver- bindlichkeitenunseresLebens-undKrankenversicherungs­ geschäfts unter Zuhilfenahme von Standardfinanzinstru- menten abzubilden. Mithilfe des Replikationsportfolios ermitteln und bewerten wir diese Verbindlichkeiten unter den 50 000 potenziell ungünstigen Monte-Carlo-Szenarien, einschließlich der in diesen Produkten enthaltenen Garan- tien. Diversifikations- und Korrelationsannahmen Unser internes Risikokapitalmodell aggregiert Ergebnisse konzernweit und berücksichtigt dabei Korrelations- und Konzentrationseffekte,umderTatsacheRechnungzutragen, dass potenzielle Verluste auch im schlimmsten Fall wahr- scheinlich nicht alle gleichzeitig entstehen. Dies ist gemein­ ­hin als Diversifikationseffekt bekannt und ein zentraler Bestandteil unseres internen Risikokapitalsystems. Wirarbeitenalsodaraufhin,unsereRisikenzustreuen,um die Auswirkungen von Risiken gleichen Ursprungs einzu- schränkenundgleichzeitigzugewährleisten,dassdergüns- tige Geschäftsverlauf in einem Bereich die möglicherweise ungünstige Entwicklung in einem anderen ausgleicht. In- wieweit der Diversifikationseffekt genutzt werden kann, hängt teilweise davon ab, wie hoch die jeweilige relative ­Risikokonzentrationist.DiehöchsteDiversifikationerreicht imAllgemeineneinPortfolio,daskeineunverhältnismäßig großen Einzelrisiken enthält und ausgewogen ist. Ferner hängt die Größe des Diversifikationseffekts vom Zusam- menhang der Risiken untereinander ab. Eine Größe, die ­diesen Zusammenhang zweier Risiken misst, ist die linea­re Korrelation. Sie nimmt Werte zwischen „- 1“ und „+1“ an. Wo immer möglich, ermitteln wir Korrelationsparameter für jedes Marktrisikopaar, indem wir historische Markt­ daten statistisch analysieren. Hierbei berücksichtigen wir über einen Zeitraum von mehreren Jahren wöchentlich beobachtete Werte. Falls keine historischen oder nur unzu- reichende Marktdaten und auch keine anderen port­folio­ spezifischen Beobachtungen verfügbar sind, schätzen wir diese mit der Unterstützung von Experten für die jeweiligen Risikoquellen. Die Korrelationsparameter werden generell sofestgelegt,dasssiedieWechselwirkungderRisikenunter ungünstigen Bedingungen darstellen. Auf Grundlage dieser Korrelationen wenden wir einen branchenüblichen Ansatz, den Gauß-Copula-Ansatz, an, um die Abhängigkeitsstruktur aller quantifizierbaren Risikoquellen innerhalb der verwen- deten Monte-Carlo-Simulation zu bestimmen. Wir vervollständigen unsere Diversifikationsstrategie mit einem umfassenden Limitrahmen für Risiken, die sichhäu- fen können. Dieser Limitrahmen begrenzt unsere Abhän­ gigkeit von Diversifikations- oder Korrelationsannahmen (siehe Abschnitt zu Risikokonzentrationen). Nicht vom Markt bestimmte Annahmen Unser internes Risikokapitalmodell beruht auch auf nicht vom Markt bestimmten Annahmen, wie Schadentrends, Infla­tion, Sterblichkeits- und Krankheitsraten, Langlebig- keit, Verhalten von Versicherungsnehmern, Kosten, etc. ­Soweit verfügbar, leiten wir diese Modellannahmen aus unseren eigenen internen historischen Daten ab und ­berücksichtigen dabei auch die Vorschläge von Aufsichts- behörden und Aktuars­vereinigungen. Bewertung der Annahmen Unter Berücksichtigung der potenziellen Auswirkung auf unsere ökonomische Kapitalbasis halten wir unsere inter- nen Annahmen für die Berechnung von Risikokapital und die Bildung von Rücklagen für angemessen und ausrei- chend. Umfassende interne Kontrollen des Risikokapital- systems und des Finanzberichterstattungssystems schlie- ßen auch die Verwendung von Annahmen ein.1 1 Weitere Informationen zum internen Kontrollsystem für Finanzberichterstattung finden Sie im Kapitel „Kontrollen der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals“ ab Seite 226.  401  Replikationsportfolio

Pages