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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern C Konzernlagebericht Risikobericht, Kontrollen und Verfahren 193 Risikobericht 226 Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals 199 Internes Risikokapitalsystem Internes Risikokapital sind für uns jene Finanzmittel, die wir benötigen, um uns vor unerwarteten extremen wirt- schaftlichen Verlusten zu schützen. Das interne Risiko­ kapital wird quartalsweise berechnet und über alle Seg- mente hinweg konsistent aggregiert. Dadurch werden die Risiken unterschiedlicher Aktivitäten eines integrierten Finanzdienstleisters – wie die ­­Allianz einer ist – innerhalb eines gemeinsamen Systems gemessen und miteinander verglichen. Allgemeiner Ansatz Für das Management unserer Risiken und unserer Solvabi- lität verwenden wir ein internes Risikokapitalmodell und arbeiten gleichzeitig daran, die künftigen Anforderungen vonSolvencyIIaninterneModellezuerfüllen.UnserModell basiert auf einer technischen Best-Practice-Plattform, die neueste Methoden anwendet und alle modellierten, quanti­ fizierbaren Risikoquellen abdeckt. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil unseres internen Risikokapitalsystems. DieEntwicklungdiesesRisikokapitalsystemsberücksichtigt sowohl unser internes Herangehen an das Risikomanage- ment als auch das Ziel, der Entwicklung der Solvency-II- Standardslaufendzuentsprechen.DasSystemwirdderzeit im Rahmen des Vorantragsverfahrens durch die europä­ ischen Aufsichtsbehörden bewertet und soll dann an die endgültigen Solvency-II-Bestimmungen der Aufsichts­ behörden angepasst werden. Weitere Erläuterungen zu den 2012 vorgenommenen Aktualisierungen des Modells lesen Sie im Abschnitt „Modellaktualisierung im Jahr 2012“. Internes Risikokapitalmodell Unser internes Risikokapitalmodell beruht auf einem Value-­at-Risk-Ansatz unter Verwendung einer Monte-Carlo-­ Simulation. Dieser Ansatz bestimmt den höchstmöglichen Wertverlust im Portfolio von Geschäftsbereichen im An- wendungsbereich des Modells, und zwar innerhalb eines bestimmten Zeithorizonts („Haltedauer“) und mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit („Konfidenzniveau“). Wir verwenden ein Konfidenzniveau von 99,5 %, was der erwar- teten Solvency-II-Parametrisierung entspricht. Wir haben uns für eine Haltedauer von einem Jahr entschieden, weil allgemein davon ausgegangen wird, dass es maximal ein Jahr dauern dürfte, bis ein Kontrahent gefunden ist, der die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in unserem Port­ folio übernehmen kann. Diese Annahme stimmt mit der erwarteten Solvency-II-Parametrisierung überein. In der Monte-Carlo-Simulation betrachten wir – basierend auf 50 000 verschiedenen Szenarien – Kapitalmarktbedin- gungen, Kreditausfälle, Versicherungsverluste und andere Geschäfts­ereignisse („Risikoquellen”) und berechnen den Wert des Portfolios auf Grundlage des Zeitwerts der Vermö- genswerte abzüglich des Zeitwerts der Verbindlichkeiten unter diesen potenziell ungünstigen Bedingungen. Auf die- se Weise ­ermitteln wir die Verteilung des Portfoliowertes über die gewählte Haltedauer. Als erforderliches internes Risikokapital bezeichnen wir die Differenz zwischen dem aktuellen Wert des Portfolios und dessen Wert unter ungünstigen Bedingungen, ermittelt auf Basis des Konfidenzniveaus von 99,5 %. Da wir den Einfluss ungünstiger Ereignisse auf alle Risikoquellen und auf sämt- liche Bereiche unseres Geschäfts gleichzeitig betrachten, werden auch die Diversifikationseffekte über verschiedene Risikoquellen und Regionen hinweg berücksichtigt. Mit den Ergebnissen unserer Monte-Carlo-Simulation sind wir in der Lage, unser mit jeder Risikoquelle verbundenes Risiko sowohl separat als auch im Zusammenhang mit anderen Risikoquellen zu analysieren. Für Marktrisiken analysieren wir außerdem verschiedene vordefinierte Stressszenarien, die entweder auf historischen oder hypo- thetischen Marktbewegungen basieren. Unser internes Risikokapitalmodell setzt verschiedene quantitative Methoden ein, die zahlreiche Annahmen im Hinblick auf Risiko- und Finanzdaten erforderlich machen. Wir gehen dabei von vier spezifischen Annahmen aus, die wir nachstehend näher erläutern. Annahmen für Zinskurve und Liquiditätsprämie Bei der Berechnung des Zeitwerts von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind die Annahmen bezüglich der zugrunde liegenden risikofreien Zinskurve für die Bestim- mung und die Diskontierung künftiger Zahlungsströme von zentraler Bedeutung. Wir wenden derzeit die Methode an, die von der European Insurance and Occupational Pen- sions Authority (EIOPA) in der fünften quantitativen Aus- wirkungsstudie (QIS 5) vorgegeben wurde. Eine Ausnahme bildet die Euro-Zinskurve, bei der wir für die Extrapolation den aktuellsten Informationen von EIOPA zu Solvency II folgen. Außerdem passen wir die risikofreien Zinskurven für die Lebens- und Krankenversicherung an, um der Liquiditäts- prämie gemäß QIS 5 Rechnung zu tragen.   402  Zinskurven­- extra­polation

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