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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern194 für die Definition systemrelevanter Finanzinstitutionen für Unsicherheiten in Bezug auf unsere endgültigen Kapital­ anforderungen sowie unser Geschäft. Absehbar ist jedoch, dass die Solvency-II-Regulierung auf- grund der Zugrundelegung einer Marktwertbilanz zu einer –gegenüberSolvencyI–erhöhtenVolatilitätindenaufsichts­ rechtlichen Kapitalanforderungen führen wird. Dies sollte insbesondere bei Produkten der langfristigen Vermögens- bildung und Sparprodukten im Lebensversicherungs­ geschäft der Fall sein. In der Folge dürften Produkte, Anlage- und Absicherungsstrategien in der gesamten Branche entsprechend angepasst werden, um diese Volatilität abzu- schwächen. Gesamtaussage des Vorstands Das Management des ­­Allianz Konzerns hält dessen Risiko- profil insgesamt für angemessen und vertraut der Wirk- samkeit des Konzern-Risikomanagementsystems im Hin- blick auf schnelle Veränderungen des Umfelds und die Erfordernisse des laufenden Geschäfts. Dieses Vertrauen gründetaufverschiedenenFaktoren,dieindennachstehen­ denAbschnittengenauerbeschriebenundhierzusammen­ gefasst sind: −− Der ­­Allianz Konzern ist gut kapitalisiert und übererfüllt zum 31. Dezember 2012 seine internen und aufsichts- rechtlichen Solvabilitätsziele. Standard & Poor’s hat un- ser AA-Rating im Januar 2012 bestätigt, den Ausblick angesichts der Auswirkung der Kapitalmarktentwick- lungen in der zweiten Jahreshälfte 2011 jedoch auf „negativ” herabgestuft. Mit diesem Rating verfügt die ­­Allianz nach wie vor über eine der besten Bonitäts­ bewertungen vergleichbarer Versicherungskonzerne. −− Das Management des Konzerns hält die ­­Allianz für gut positioniert, um mögliche künftige widrige Ereignisse bewältigen zu können – unter anderem auch aufgrund unseres internen Limitsystems, das über die Risiko­ neigung des Konzerns und unser Risikomanagement definiert ist. Das Konzernmanagement ist davon über- zeugt, dass es durch diese Risikoneigung und unser Risiko­management ein angemessenes Gleichgewicht zwischen potenziellem Ertrag, Ertragsschwankungen und Solvabilität erreicht hat. −− DerKonzernverfügtübereinkonservativesKapitalanlage­ profil und disziplinierte Geschäftspraktiken in den Seg- menten Schaden- und Unfallversicherung, Lebens- und Krankenversicherung und Asset Management, die zu nachhaltigen operativen Erträgen bei einem ausge­ wogenen Risiko-Ertrags-Profil führen. −− Außerdem verfügt der Konzern über den zusätzlichen Vorteil, gut diversifiziert zu sein – sowohl geografisch als auch in Bezug auf ein breites Produktangebot. Kapitalisierung Im Interesse unserer Aktionäre und unserer Versicherungs- kunden ist es unser Ziel sicherzustellen, dass der ­­Allianz Konzern jederzeit angemessen kapitalisiert ist und dass unsere gesamten operativen Einheiten ihre jeweiligen Kapital­anforderungen erfüllen. Risikokapital und Kapital- kosten sind zudem wichtige Aspekte bei Geschäftsent- scheidungen. Unser internes Risikokapitalmodell spielt eine wichtige RolleimManagementdesökonomischenKapitals.Darüber hinaus berücksichtigen wir die externen Anforderungen der Aufsichtsbehörden und der Rating-Agenturen, wobei die Kapitalanforderungen der Aufsichtsbehörden bindend sind. Starke Kreditratings zu erhalten und die Kapitalanfor- derungen der Rating-Agenturen einzuhalten, gehört hin­ gegen zu unseren strategischen Geschäftszielen. Diese Kapitalanforderungen gelten sowohl für die operativen Einheiten des ­­Allianz Konzerns als auch für den Konzern insgesamt. Sowohl auf Ebene des Konzerns als auch der operativen Einheiten (OE) überwachen wir unsere Kapitalpositionen genau. Dabei führen wir regelmäßig Stresstests auf Basis standardisierter Risikoszenarien durch. So können wir an- gemessene Maßnahmen ergreifen, um die Stärke unserer Kapital-undSolvabilitätspositiondauerhaftzugewährleisten. Unser effektives Kapitalmanagement hat dazu geführt, dass der ­­Allianz Konzern zum 31. Dezember 2012 gut kapi- talisiert ist und alle internen sowie aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsziele erreicht hat. Das Kapitalmanagementsystem wird durch ein wirkungs- volles Liquiditätsmanagementsystem ergänzt. Dieses ist darauf ausgerichtet, unseren finanziellen Spielraum durch die Wahrung einer starken Liquiditätsposition und den Zu- gang zu diversen Kapitalmärkten zu erhalten.1 1 Weitere Informationen zum Liquiditätsmanagement finden Sie im Abschnitt „Sonstige Risiken – Liquiditätsrisiko“ ab Seite 219 und im Kapitel „Liquidität und Finanzierung“ ab Seite 184.

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