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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern C Konzernlagebericht Risikobericht, Kontrollen und Verfahren 193 Risikobericht 226 Kontrolle der Finanzberichterstattung und des Risikokapitals 193 Risikobericht −− Unser Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, durch gezieltes ­Abwägen von Risiken und Erträgen zur Wertschöpfung beizutragen. −− Der ­­­Allianz Konzern ist gut kapitalisiert, seine Solvabilitätskenn­zahlen sind belastbar. ­­Allianz Risikoprofil und Gesamt­ aussage des Vorstands Risikoprofil Der ­­Allianz Konzern ist durch die Kernaktivitäten im Versi- cherungsgeschäft und im Asset Management einer Vielfalt von Risiken ausgesetzt. Dazu gehören Markt-, Kredit-, Ver- sicherungs- und Geschäftsrisiken sowie operationelle und strategische Risiken. Die drei größten Risiken in Bezug auf ihren Beitrag zu unserem internen Risikokapital sind: −− Marktrisiken, insbesondere das Zinsrisiko aus der Lauf- zeitinkongruenzvonAktivaundPassivafürProdukteder langfristigen Vermögensbildung und bei Sparprodukten, −− Kreditrisiko und Credit-Spread-Risiko, bedingt durch Aktiva zur Sicherung von Produkten der langfristigen Vermögensbildung und bei Sparprodukten, −− Prämienrisiko der Schaden- und Unfallversicherung, dasbestimmtwirddurchKatastrophenundTerrorrisiken sowie die Unsicherheit bezüglich der Schäden im Anfall- jahr. Unser Risikoprofil zeigt sich relativ stabil im Zeitablauf, nicht zuletzt bedingt durch die Definition unserer Risiko- neigung, unseres Risikomanagements und unserer Limite, die im weiteren Verlauf dieses Berichts beschrieben werden. Auch 2012 waren wir zwei externen Einflüssen ausgesetzt, dieunserRisikoprofilnachteiligbeeinflusstenundnormaler­ weise nicht mit unserem Kerngeschäft in direkter Verbin- dung stehen. Dies waren zum einen die Staatsschulden­ krise in Europa und zum anderen regulatorische Entwick- lungen, insbesondere die europäische Solvenzrichtlinie Solvency II. Die Staatsschuldenkrise in Europa Die Entwicklung der europäischen Staatsschuldenkrise führte sowohl zu volatileren Finanzmärkten und einem Anstieg der Risikoprämien als auch zu niedrigeren risiko- freien Zinssätzen. Obwohl die Situation sich Ende 2012 stabilisierte, bleiben viele der wesentlichen Ursachen für die Staatsschuldenkrise ungelöst und die Märkte könnten auchinZukunftwiederbeträchtlichschwanken.Dieerhöhte Marktvolatilität und das niedrigere Zinsumfeld könnten weiterhin nachteilige Auswirkungen auf unser Risikoprofil haben, indem sie Einfluss auf unsere Geschäftsentwick- lung und die Bewertung von Aktiva und Passiva haben. Diese Entwicklungen hat unser Management nicht nur kontinuierlich beobachtet, sondern auch entschlossen auf diese externen Ereignisse reagiert. Im Verlauf von 2012 führten wir ein Programm zur Risikoreduktion durch, das sich im Wesentlichen auf unsere Positionen hinsichtlich Peripheriestaaten sowie Finanzinstitutionen bezog. Darü- ber hinaus entwickelten und implementierten wir einen operativen Notfallplan für die ­­Allianz SE sowie unsere ope- rativen Einheiten. Schließlich haben wir unsere Produkt­ ausstattung und Preisgestaltung im Segment Lebens- und Krankenversicherung im Hinblick auf Garantien und Rück- kaufsbedingungenderProdukteangepasst.FürdieZukunft haben unsere Korrekturmaßnahmen im Rahmen der Euro- krise unsere finanzielle und operative Widerstandsfähig- keit gegenüber schweren Schockszenarien gestärkt. Die kontinuierliche Überwachung steht weiterhin an erster Stelle, um die nachhaltige Effektivität unserer Notfallmaß- nahmen sicherzustellen. Regulatorische Entwicklungen Obwohl allmählich mehr Klarheit in Bezug auf die kommen­ den aufsichtsrechtlichen Anforderungen herrscht – insbe- sonderewasSolvencyIIunddieDefinitionsystemrelevanter Finanzinstitute betrifft –, gibt es diesbezüglich noch keine abschließenden Regelungen. Neben den Verzögerungen bei der Einführung des Solvency-II-Regelwerks sorgte das Fehlen finaler Regelungen sowohl für Solvency II als auch   401  Risikoneigung

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