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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern Liquidität und Finanzierung Organisation Das Liquiditätsmanagement des ­­Allianz Konzerns beruht auf Regeln und Richtlinien, die vom Vorstand der ­Allianz SE verabschiedet wurden. Die ­Allianz SE und die jeweiligen Tochtergesellschaften planen ihre Liquiditätsposition grundsätzlich eigenständig. Konzernübergreifend stellt die ­Allianz SE zusätzlich ein zentrales Liquiditätspooling zur Verfügung. Die Allokation des Kapitals für den gesamten Konzern wird hingegen allein von der ­Allianz SE vorgenom- men. So können sowohl Liquidität als auch Kapital effizient eingesetzt werden. Gleichzeitig wird damit gewährleistet, dass die geplante Liquiditäts- und Kapitalausstattung so- wohl auf Konzernebene als auch bei den einzelnen opera- tiven Einheiten verfügbar ist. Liquiditätsmanagement unserer operativen Einheiten VERSICHERUNG Der größte Teil der liquiden Mittel für unsere laufende Ge- schäftstätigkeit stammt aus Beitragseinnahmen für Erst- und Rückversicherungen, aus vereinnahmten Rückversi- cherungsforderungen sowie aus Anlageerträgen und Erlösen aufgrund fälliger oder verkaufter Kapitalanlagen. Mit diesen Mitteln werden hauptsächlich Ansprüche aus der Schaden- und Unfallversicherung und die damit verbun­ denen Aufwendungen bzw. Leistungen aus Lebensversi- cherungen sowie Rückkauf- und Kündigungsaufwendungen beglichen. Weitere wichtige Verwendungszwecke sind ­Abschlussaufwendungen und Betriebskosten. Ein erheblicher Kapitalfluss in unserem Versicherungs­ geschäft resultiert daraus, dass der überwiegende Teil der Beiträge bei uns eingeht, bevor Zahlungen für Ansprüche oder Leistungen fällig werden. Diese Mittel können wir in der Zwischenzeit investieren und so Anlageerträge erwirt- schaften. Unser Versicherungsgeschäft hält außerdem einen hohen Anteil liquider Anlagen, die zur Zahlung von Schadenan- sprüchen in Barmittel umgewandelt werden können. Dabei strukturieren wir unsere festverzinslichen Anlagen in der Regel so, dass sie zu einem Zeitpunkt fällig werden, an dem wir die entsprechenden Mittel voraussichtlich benötigen. Die Gesamtliquidität unseres Versicherungsgeschäfts hängt zum einen von der Kapitalmarktentwicklung und dem Zinsniveau ab, zum anderen von der Möglichkeit, unser Anlageportfolio zum Marktwert zu verkaufen, um Versiche- rungsansprüche und -leistungen zu erfüllen. Für die Liqui- ditätslage unserer Schaden- und Unfallversicherung sind zudem auch der Zeitpunkt, die Häufigkeit und die Belastung aus versicherten Schäden ausschlaggebend. Ebenso spielt die Anzahl der Vertragsverlängerungen eine Rolle. Der Liqui­ ditätsbedarf unserer Lebensversicherung richtet sich im Allgemeinen nach der tatsächlichen Sterblichkeit gegen- über jenen Annahmen, auf denen die versicherungstechni- schen Rückstellungen basieren. Außerdem hängt der Bedarf davonab,wiesichMarktrenditenoderMindestverzinsungen auf das Verhalten unserer Lebensversicherungskunden auswirken, zum Beispiel bei der Anzahl von Rückkäufen und Kündigungen. ASSET MANAGEMENT Die wichtigsten Liquiditätsquellen im Asset Management sind Provisionserträge. Die Mittel, die wir auf diese Weise erzielen, werden in erster Linie für die operativen Aufwen- dungen verwendet. BANKGESCHÄFT In unserem Bankgeschäft stammen die liquiden Mittel vor- rangig aus Kundeneinlagen, Interbankenkrediten sowie Zinserträgen und ähnlichen Erträgen aus der Kreditvergabe. In erster Linie werden sie für die Vergabe neuer Kredite und die Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere verwendet. Die Liquidität unseres Bankgeschäfts hängt dabei größtenteils davon ab, ob Privat- und Geschäftskunden ihren Zahlungs- verpflichtungen aus den von uns vergebenen Krediten und ihren sonstigen ausstehenden Verpflichtungen nachkom- men. Ebenso wichtig ist es, die Einlagen unserer Kunden sichern zu können. Liquiditätsmanagement und Finanzierung der ­Allianz SE Aufgabe der ­Allianz SE ist es, innerhalb des ­Allianz Konzerns denKapitalbedarfzukoordinieren,denZugangzuLiquidität zu optimieren und die Kapitalkosten gleichzeitig möglichst gering zu halten. 184

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