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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern Wirtschaftlicher Ausblick1 Die Weltwirtschaft Sollte wieder an Fahrt aufnehmen Nach dem konjunkturell verhaltenen Winter 2012/2013 wird die Weltwirtschaft im weiteren Verlauf des Jahres 2013 vor- aussichtlich wieder an Fahrt aufnehmen. Darauf deutet unter anderem die Verbesserung bei Frühindikatoren hin, wiedieEinkaufsmanagerindizesinIndustrie-undSchwellen­ ländern. Die weltweite Wirtschaftsleistung dürfte 2013 mo- derat um 2,6 % und 2014 um 3,2 % wachsen (2012: 2,3 %). Auf beiden Seiten des Atlantiks werden die Bemühungen des öffentlichen und des Privatsektors, ihre angespannte Ver- schuldungslage zu verbessern, die Wirtschaft weiterhin belasten. Nach wie vor ist die Geldpolitik in den USA, Japan und Europa jedoch sehr expansiv, und insgesamt günstige FinanzierungsbedingungenstelleneinenWachstumsimpuls für Privathaushalte und Unternehmen dar. Die Schwellen- märkte bleiben ein bedeutender Motor der Weltwirtschaft – auch wenn ihr Wachstum künftig niedriger ausfallen dürfte als in den Jahren vor 2008. Diese Märkte werden 2013 voraus­ ­sichtlich um 5,3 % und 2014 um 5,4 % wachsen (2012: 4,5 %). Die Inflationsraten dürften in beiden Jahren moderat aus- fallen. Dafür sprechen nicht nur die weltweit verhaltenen Wachstumsaussichten, sondern auch die hohe Arbeits­ losigkeit in vielen Industrieländern, die den Lohndruck mindert. Die US-Wirtschaft wird wohl 2013 und 2014 mit 1,8 % bzw. 2,4 % nur moderat wachsen, da das Haushaltsdefizit zum Sparen zwingt. Im Euroraum erwarten wir für 2013 eine wirtschaftliche Stabilisierung, für 2014 wieder ein modera- tes Wachstum. Für diese Erholung spricht erstens, dass die Fortschritte bei der Bekämpfung der Staatsschulden­krise das Vertrauen der Wirtschaftsakteure gestärkt haben, und zweitens die substanzielle Unterstützung durch die Geld- politik seitens der Europäischen Zentralbank und damit verknüpft die anhaltend niedrigen Zinsen. Gleichwohl dürften die fortgesetzten Budgetkonsolidierungen auch weiterhin als wirtschaftlicher Bremsklotz für den Euro­ raum wirken. Zudem bleiben die wirtschaftlichen Bedin- gungen von Land zu Land sehr unterschiedlich. Das reale BIP des gesamten Euroraums wird 2013 voraussichtlich um 0,2 % nur geringfügig, 2014 dann um ansehnlichere 1,5 % an- steigen. Die deutsche Wirtschaft dürfte im Vergleich zum Euroraum weiterhin überdurchschnittlich wachsen – dank 1 Die Angaben zum „Wirtschaftlichen Ausblick“, zum „Ausblick für die Versicherungsbran- che“ sowie zum „Ausblick für die Asset-Management-Branche“ basieren auf unseren eige- nen Marktschätzungen. der gesunden ­Binnennachfrage, des recht stabilen Arbeits- markts und eines vergleichsweise geringen Konsolidie- rungsbedarfsbeimStaatshaushalt.Nacheinemgeschätzten BIP-Anstieg von real 1,2 % im Jahr 2013 erwarten wir für 2014 eine Steigerung von 2,2 %. Politische Risiken sind nach wie vor vorhanden, vor allem in Ländern mit anstehenden Wahlen, und könnten die Vola­ tilität an den Finanzmärkten erhöhen. Wir halten es jedoch für unwahrscheinlich, dass die europäische Schuldenkrise die Märkte weiterhin im bisherigen Ausmaß belasten wird, vorausgesetzt Südeuropa hält an seinen Reformen fest. Durch die abflauende Schuldenkrise dürfte die Flucht in „sichere Häfen“ wie deutsche und US-Staatsanleihen nach- lassen – eine Entwicklung, die die Renditen in diesen Märk- ten moderat erhöhen wird. Sowohl die US-Notenbank als auch die Europäische Zentralbank werden wohl an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten und vor allem die Leit- zinsen unverändert lassen. Mit kurzfristigen Zinsen nahe null sind die Aussichten für einen deutlichen Anstieg der Renditen längerfristiger Anleihen begrenzt. Wir erwarten für zehnjährige deutsche und US-amerikanische Staats­ anleihen einen Anstieg der Renditen auf lediglich 2,0 % bis 2,5 %. EinerneutesAufflammendereuropäischenStaatsschulden­ krise, aber auch andere Risiken könnten die wirtschaftliche Entwicklung erheblich belasten – vor allem die politische Instabilität in Nordafrika und dem Nahen und Mittleren Osten. Dort erwarten wir zwar keine dramatische Eskalation, die politische Lage bleibt jedoch weiterhin angespannt. Ausblick für die Versicherungsbranche Die Weltwirtschaft wird sich in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich langsam erholen. Dies dürfte sich, insbe- sondere durch die Entwicklung in Europa, positiv auf die Versicherungsbranche auswirken. Das weltweite Beitrags- wachstumkönntesichmoderatbeschleunigen.InSchwellen­ märkten sind relativ robuste Wachstumsraten – höher als in den entwickelten Ländern – zu erwarten, wenn auch nicht so starke wie in den Jahren vor der Finanzkrise. Gleichzeitig dürften die Zentralbanken die Zinssätze auch künftig niedrig halten, um schwache Volkswirtschaften zu stützen. Die Finanzmärkte bleiben voraussichtlich volatil. Vor diesem Hintergrund ist unser Ergebnisausblick für die Versicherungsbranche, besonders bei den Lebensversiche- rungen,eherverhalten,zumalsichderRisikoabbaubeiden C Konzernlagebericht Analyse und Diskussion der Ergebnisse 128 Geschäftsumfeld 131 Überblick über den Geschäfts- verlauf 2012 139 Schaden- und Unfallversicherung 148 Lebens- und Krankenversicherung 156 Asset Management 160 Corporate und Sonstiges 162 Ausblick 2013 und 2014 175 Vermögenslage und Eigenkapital 184 Liquidität und Finanzierung 191 Überleitungen 163

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