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Allianz Geschäftsbericht 2012

150 Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern In Belgien/Luxemburg verbuchten wir Beiträge in Höhe von 2 019 Mio €. Der Anstieg um 57,1 % resultierte vorwiegend aus unserem Geschäft mit anlageorientierten Produkten in Luxemburg, das weitgehend mit unserem Vertrieb in Frankreich in Verbindung steht. Die Senkung des Garantie­ zinses für traditionelle Produkte in Belgien dämpfte unseren Absatz, da sich nicht alle Wettbewerber gleichzeitig an das neue,niedrigereZinsniveauanpasstenundsodieNachfrage für sich nutzten. In Spanien legten die Prämien um 10,9 % auf 1 075 Mio € zu. UnterBerücksichtigungdesUmfelds–schwacheKonjunktur, hohe Arbeitslosigkeit, Turbulenzen im Bankensektor –, war unser Wachstum bemerkenswert. Hauptgrund hierfür war die anhaltend positive Nachfrage nach langfristigen anlage­ orientiertenProduktensowienachtraditionellenIndividual- und Gruppenaltersvorsorgeprodukten. In Lateinamerika nahmen wir Prämien in Höhe von 255 Mio € ein, 11,0 % mehr als 2011. Positive Wechselkurs­ effekte in Höhe von 13 Mio € sind dabei nicht berücksichtigt. Das Beitragswachstum war unserem traditionellen Versi­ cherungsgeschäft in Südamerika zu verdanken, wobei in Mexiko der Prämienanstieg anlageorientierter Produkte den Prämienrückgang bei traditionellen Produkten mehr als kompensierte. Die Beitragseinnahmen in Mittel- und Osteuropa legten – bereinigt um negative Wechselkurseffekte von 25 Mio € – von 1 113 Mio € auf 1 176 Mio € zu. Dies entspricht einem Wachstum von 7,9 %. In Polen verzeichneten wir im ersten Quartal 2012 einen Anstieg der Einmalprämien, in Russland legten die Prämien dank des Bankassurance-Vertriebs beträcht­lich zu. In der Tschechischen Republik profitierten wir von einem Umsatzanstieg bei anlageorientierten Pro­ dukten mit Einmalprämien und der anhaltenden Nachfrage nach traditionellen Produkten. In Ungarn hingegen sanken die Prämien, wobei die Vergleichszahlen des Vorjahres auf­ grund von Vertriebskampagnen besonders hoch waren. In der Schweiz beliefen sich die Beitragseinnahmen auf ins­ gesamt1 903 Mio €.BereinigtumpositiveWechselkurs­effekte in Höhe von 76 Mio € erhöhten sie sich um 7,3 %. Der starke Anstieg der Einmalprämien im Gruppenlebensversiche­ rungsgeschäft resultierte aus der Erweiterung bestehender Policen bzw. aus Neuabschlüssen mit Mitarbeitern, die einer unserer Großkunden im Zuge einer Unternehmens­ akquisition übernommen hatte. Die rückläufigen Einnah­ men aus unserem traditionellen Einzellebensversiche­ rungsgeschäft mit Einmalprämien wurden dadurch kompensiert. In Frankreich erhöhten sich die Beitragseinnahmen um 4,7 % auf 7 977 Mio €. Der Anstieg von 357 Mio € war vorwie­ gend unseren anlageorientierten Produkten zu verdanken, aber auch der leichten Verbesserung im traditionellen Ge­ schäft. Ein Zuwachs von etwa 619 Mio € resultierte aus der konzerninternen Rückversicherung des Geschäfts durch Partnerschaften unserer Einheiten in Belgien/Luxemburg. Insgesamt entwickelten wir uns besser als der rückläufige Markt.DieserwurdeinhohemMaßevoneinemwettbewerbs­ intensiven Bankensektor belastet, der sich auf den Verkauf eigener Produkte konzentrierte. In Deutschland sanken die Beitragseinnahmen aus unserem Lebensversicherungsgeschäft um 3,2 % auf 15 179 Mio €. Ausschlaggebend dafür waren anlageorientierte Produkte, währenddieBeiträgeimtraditionellenGeschäftzunahmen. Der Anstieg der laufenden Prämien – hauptsächlich auf­ grund des guten Jahresendgeschäfts 2011 – konnte den Rück­ gang der Einmalprämien nur teilweise kompensieren. Im Krankenversicherungsgeschäft erhöhten sich mit der stei­ genden Anzahl an Zusatzversicherungen auch die Beitrags­ einnahmen, und zwar um 2,0 % auf 3 269 Mio €.

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