Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern Ergebnisübersicht Konjunktur und Branchenumfeld 2012 Im Jahr 2012 verlor die Weltwirtschaft weiter an Fahrt und stellte die Versicherungswirtschaft erneut vor Herausforde- rungen. Verhaltenes Wachstum in den USA und die schrumpfende Wirtschaft in Europa, in Verbindung mit der europäischen Staatsschulden- und Bankenkrise sowie einer hohen Arbeits­losigkeit in vielen Ländern, dämpften die Nachfrage nach Versicherungen. Während die Aktienmärkte in der zweiten Jahreshälfte wieder kräftig zulegten und die Credit SpreadseinzelnerUnternehmens-undStaatsanleihensich verringerten, belasteten die anhaltend niedrigen Zinsen und die Volatilität der Finanzmärkte die Kapitalanlage­ erträge der Versicherungen auch weiterhin. Ansprüche aus Naturkatastrophenschäden gingen 2012 gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. In der Schaden- und Unfallversicherung verbesserten sich die Marktbedingungen leicht und die positive Preisdynamik setzte sich 2012 fort. Das Prämienwachstum ist überwie- gend auf Beitragserhöhungen zurückzuführen – das Ge- schäftsvolumen hingegen sank, vor allem in den rezessions­ geplagten Ländern Europas wie Spanien und Italien. Der Schadenaufwand aus Naturkatastrophen blieb deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, welches durch große Schäden stark belastet wurde. Allerdings litt die Rentabi­ lität der Branche erheblich unter dem Sturm „Sandy“ und der Dürre in den USA. In Europa und den Schwellenländern war der entsprechende Schadenaufwand dagegen relativ moderat. Im Lebensversicherungsgeschäft entwickelten sich die ­Prämien weltweit verhalten. Neben einigen europäischen Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien, die am stärksten mit der aktuellen Wirtschaftslage zu kämpfen hatten, verzeichneten auch Märkte wie Deutschland nahe- zu eine Stagna­tion. Niedrigere Renditegarantien führten zu einem rückläufigen Absatz bei Rentenprodukten in den USA. Dem gegenüber stand eine Erholung des Prämien- wachstumsindenSchwellenländern,insbesondereinChina und Lateinamerika. Das anhaltend niedrige Zinsumfeld beeinflusste die Nachfrage nach langfristigen kapitalbil- denden Versicherungsprodukten. Im Bereich Asset Management verzeichneten fast alle Anlage­klassen in den meisten Ländern Mittelzuflüsse, mit Ausnahme der US-Geldmarktfonds und europäischen Aktien­fonds. Insgesamt zog das Wachstum innerhalb der Branche etwas an, wobei der Großteil der Zuflüsse in fest- verzinslichen Wertpapieren angelegt wurde. Gesamtaussage des vorstands zu den ergebnissen 2012 Unser Gesamtumsatz stieg um 2,7 % auf 106,4 Mrd €, obwohl die niedrigen Zinsen das Prämienwachstum im Lebensver- sicherungsgeschäft belasteten. Intern gerechnet betrug dasUmsatzplus0,5 %.UnsereSegmenteSchaden-undUnfall­ versicherung sowie Asset Management legten dabei deut- lich zu, während die Prämieneinnahmen im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft moderat sanken. Solides Wachstum in unseren operativen Geschäftsseg- menten führte zu einer wesentlichen Verbesserung unseres operativen Ergebnisses um 20,8 % auf 9 501 Mio €. Das hervor- ragende Ergebnis im Segment Asset Management ist dem gestiegenen verwalteten Vermögen und höheren erfolgs­ abhängigen Provisionen zu verdanken. Unser Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft profitierte vom gestiege­nen Kapitalanlageergebnis, und unser Schaden- und Unfallver- sicherungssegment erzielte ein besseres versicherungs- technisches Ergebnis, begünstigt durch einen niedrigeren Schadenaufwand aus Naturkatastrophen. Das operative Ergebnis des Segments Corporate und Sonstiges hingegen verschlechterte sich, hauptsächlich wegen des geringeren Netto-Provisions- und Dienstleistungsergebnisses. Insge- samt übertrafen wir damit unser ursprüngliches oberes operatives Gewinnziel von 8,2 Mrd € plus 0,5 Mrd € deutlich. Der Jahresüberschuss hat sich mit 5 491 Mio € fast verdoppelt. Gründe dafür sind die starke operative Leistung in allen operativen Geschäftssegmenten sowie ein höheres nicht- operatives Ergebnis. Zudem profitierten wir im Berichts- jahr von der Abschwächung der europäischen Staatsschul- denkrise. Im Gegensatz dazu hatten im Vorjahr sowohl unser operatives als auch unser nichtoperatives Kapital­ anlageergebnis erheblich unter den Wertminderungen auf griechische Staatsanleihen und Anlagen im Finanzsektor gelitten. Der Jahresüberschuss für Anteilseigner betrug 5 169 (2011: 2 545) Mio €, auf die Anteile anderer Gesellschafter entfielen entsprechend 322 (2011: 259) Mio €. Unsere Kapitalausstattung blieb stark. Unser Eigenkapital stieg gegenüber dem 31. Dezember 2011 um 8,6 Mrd € auf 53,6 Mrd €. Unsere Finanzkonglomerate-Solvabilität ver- besserte sich um weitere 18 Prozentpunkte auf 197 %. 132

Pages