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Allianz Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern Geschäftsumfeld 2012: Versicherungs- und Asset-Management-Branche 2012 bestanden weiterhin Herausforderungen für die Versi­ cherungsbranche. Insbesondere das instabile konjunktu­ relle Umfeld belastete das Beitragswachstum. Während die europäische Wirtschaft schrumpfte und das US-Wachstum anfällig blieb, bremste die hohe Arbeitslosigkeit in vielen etablierten Märkten die Nachfrage nach Versicherungspro­ dukten. Selbst in den Schwellenländern – einst Garant für robustes Wachstum – fiel die Bilanz im letzten Jahr eher mäßig aus. Die europäische Staatsschulden- und Bankenkrise sowie anhaltend niedrige Zinsen und volatile Finanzmärkte tru­ gen ebenfalls zu einem äußerst schwierigen Investitions­ umfeld für die Versicherungsbranche bei. In der Folge san­ ken die Anlageerträge weiter, wodurch die Rentabilität des ganzen Sektors unter Druck geriet. Als Gegenmaßnahme arbeitete die Branche an der Verbesserung ihrer Anlage- und Risikomanagementprozesse und der Senkung ihrer Betriebskosten. Im Zuge der verschärften Kapitalanforde­ rungen im Rahmen von Solvency II (vorgesehen ist unter anderem eine beträchtliche Erhöhung der Eigenmittel­ anforderungen für riskantere Vermögenswerte) bauten die VersicherungsgesellschaftenauchbilanzielleRisikenweiter ab. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Umsetzung von Solvency II weiter verzögert und eine Einführung in 2014 nicht mehr gewährleistet ist. Andererseits gibt es aber auch positive Entwicklungen: So gingen nach dem Katastrophenjahr 2011 und seinen Rekord­ verlusten die Schadenaufwendungen durch Naturkatastro­ phen 2012 signifikant zurück – selbst unter Berücksichti­ gung der Milliarden-Schäden, die der Sturm „Sandy“ verursachte. Niedrig fielen die Katastrophenschäden ins­ besondere in Europa und den Schwellenländern aus. Im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung verbesser­ ten sich die Marktbedingungen 2012 weiter. Das Beitrags­ wachstum in den etablierten Märkten – sofern ein solches verzeichnet wurde – resultierte überwiegend aus Prämien­ erhöhungen, wie beispielsweise in Deutschland und im US-Firmenkundengeschäft. In einigen anderen Ländern, wie Spanien und Italien, gingen die Beitragseinnahmen trotz höherer Prämien jedoch aufgrund der Rezession im Euroraum zurück. Gestützt durch die stärkere Konjunktur erwiessichdasBeitragswachstumindenSchwellenländern generell als stabil, wenn es auch leicht unter Vorjahr lag, wobei Asien abermals Spitzenreiter unter den Wachstums­ regionen war. Auf Basis unserer eigenen Marktschätzungen sowie vorläufiger Zahlen sind die Beitragseinnahmen ­(bereinigt um Wechselkurseffekte) 2012 weltweit um circa 4 % gestiegen. AuchwennsichdiepositivePreisentwicklung2012fortsetzte, zeichnete sich eine allmähliche Abschwächung dieses Trends insbesondere in Europa ab, obwohl weitere Beitrags­ erhöhungen notwendig sind, um die negativen Auswirkun­ gen anhaltend niedriger Zinsen auszugleichen. Insgesamt profitierte die Gesamtrentabilität des Sektors, mit einer Eigenkapitalrendite zwischen 10 % und 16 %, von geringeren Belastungen aus Naturkatastrophen, während die grund­ legende operative Ertragskraft gedämpft blieb. Im Bereich Lebensversicherung entwickelten sich die welt­ weiten Beitragseinnahmen weiterhin schleppend. Jedoch kam das Wachstum in den Schwellenländern wieder auf Touren, zumal sich der größte Markt, China, nach den regu­ latorischen Erschütterungen von 2011 wieder stabilisierte. Auch in Lateinamerika setzte sich das starke Wachstum fort. In den etablierten Märkten geriet das Beitragswachs­ tum jedoch ins Stocken oder war sogar negativ. Einige euro­ päische Märkte – darunter Frankreich, Italien und Spanien – traf es dabei aufgrund der rauen wirtschaftlichen Rahmen­ bedingungenunddesverschärftenWettbewerbsmitBanken im Kampf um Einlagen besonders hart. In Deutschland hingegen blieben die Beitragseinnahmen in etwa auf Vor­ jahresniveau, da sich der Rückgang im Geschäft mit Ein­ malprämiendeutlichabschwächte.Durchwachsenwardie Entwicklung am US-Markt: Während die Nachfrage nach Rentenprodukten infolge niedriger Renditen und rückläu­ figer Garantien weiter zurückging, florierte das Geschäft mit anderen Lebensversicherungsprodukten. Auf Basis eigener Marktschätzungen und vorläufiger Zahlen sind die Beitragseinnahmen2012weltweitinsgesamt(bereinigtum Wechselkurseffekte) um rund 2 % gewachsen. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld in Kombination mit geringem Wirtschaftswachstum belastete die Rentabilität desNeugeschäftsbeidenklassischenLebensversicherungen. In diesem Segment rechnen wir mit einer Eigenkapital­ rendite zwischen 8 % und 10 %. Insgesamt war die Nachfrage nach Sparprodukten eher schwach, zumal sich viele Kunden nicht dafür entscheiden konnten, langfristige Sparverträge C Konzernlagebericht Analyse und Diskussion der Ergebnisse 128 Geschäftsumfeld 131 Überblick über den Geschäfts- verlauf 2012 139 Schaden- und Unfallversicherung 148 Lebens- und Krankenversicherung 156 Asset Management 160 Corporate und Sonstiges 162 Ausblick 2013 und 2014 175 Vermögenslage und Eigenkapital 184 Liquidität und Finanzierung 191 Überleitungen 129

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