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Allianz Geschäftsbericht 2012

119Geschäftsbericht 2012    Allianz Konzern auf lange Sicht solide Renditen, die gut zu unserer langfris­ tigen Anlagestrategie passen. Direktinvestitionen in Projekte zur Co2-Reduzierung Angesichts von Klimawandel und schädlicher CO2-Emissio­ nen gilt Klimaschutz inzwischen als eigene Anlageklasse. AlsPionierindiesemaufstrebendenMarktverfügtdie­Allianz bereits über wertvolle Erfahrungen und profitiert so von entsprechenden Chancen. Zu unseren bisherigen Investitio­ nenzählen ein Waldschutzprojekt in Kenia und ein Energie­ effizienzprojekt in Indien. Diese beiden Projekte werden während ihrer Laufzeit zusammen circa 40 Millionen Ton­ nen CO2 einsparen. Wir wollen unser Portfolio in diesem Bereich weiter ausbauen und die Zertifikate aus solchen Projekten für unsere eigene Klimaneutralität nutzen. Immobilien Allianz Real Estate (ARE) hat ein umfassendes Nachhaltig­ keitsprogramm ins Leben gerufen, das sich auf Umwelt­ aspektekonzentriert.DasProgrammunterstütztunserkon­ zernweites Ziel, unsere CO2-Emissionen deutlich zu senken und damit zugleich die Nachfrage nach zukunftsfähigen, nachhaltigen Immobilien zu befriedigen. Für die Prozesse zurInvestitions-undImmobilienverwaltunggeltendeshalb spezielle Nachhaltigkeitsanforderungen: So sind etwa bei der Entscheidung über neue Anlagen Nachhaltigkeitskrite­ rienzuberücksichtigenundobjektiveParameterzuverwen­ den, um die Nachhaltigkeit unseres Immobilienportfolios zu messen.ZudemsuchtAREdenaktivenDialog mitseinen Mietern,umdieÖkobilanzseinerImmobilienzuverbessern und zugleich die Betriebskosten für die Mieter zu senken. Schwierige Anlageentscheidungen Wir wissen um die Kritik einer Reihe von Stakeholdern an einigen unserer Anlageentscheidungen. Solche Kritik ist nur natürlich, da jeder Einzelne Themen nach ganz subjek­ tiven Gesichtspunkten beurteilt. Darüber hinaus sind viele Themen komplex und häufig von kulturellen Einflüssen und individuellen Erfahrungen geprägt. In vielen Fällen sind sie zudem mit weiteren Aspekten verknüpft, was es noch schwieriger und dadurch noch brisanter macht, einen einfachen, einheitlichen Standpunkt zu formulieren. Ernährungssicherheit Steigende und stark schwankende Nahrungsmittelpreise habenErnährungssicherheitindenletztenJahrenzueinem weltweiten Problem gemacht. In letzter Zeit wurden Finanz­ institute beschuldigt, durch zunehmende Spekulationen an den Märkten für landwirtschaftliche Grunderzeugnisse die Nahrungsmittelpreise in die Höhe zu treiben oder Preis­ blasen zu verursachen und damit den Hunger in armen Ländern zu verschlimmern. Wir nehmen diese Vorwürfe sehr ernst und arbeiten mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sowie anderen Orga­ nisationen zusammen, um ihre Vorbehalte und Erwartun­ gen gegenüber Finanzinstituten besser zu verstehen und unseren eigenen Standpunkt zu verdeutlichen. Neben dem Dialog mit den NGOs analysieren wir auch intern, welche Konsequenzen unser Handeln mit sich bringt. Einerseits sind unsere Versicherungsgelder nicht in physi­ sche landwirtschaftliche Erzeugnisse, in deren Derivate oder Indizes investiert, da solche Anlagen nicht zu unserer Anlagestrategie passen. Andererseits können Kunden der ­Allianz – im Rahmen des Vermögensverwaltungsgeschäfts – in Aktien von Rohstoffproduzenten (Aktienfonds) anlegen sowie in Rohstofffonds, die ausschließlich in Rohstoffderi­ vateinvestieren.Dabeiistzubetonen,dassauchdieProduk­ te unserer Vermögensverwaltung nicht direkt in physische landwirtschaftlicheErzeugnisseselbst,sondernausschließ­ lichinentsprechendeDerivateundIndizesinvestieren.Ent­ sprechendkönnenKundensowohlvonsteigendenalsauch von fallenden Rohstoffpreisen profitieren – je nach Anlage­ strategiedesFonds.InunserenFondswerdenPositionenin Rohstoff-Futures lange vor Fälligkeit des Kontrakts (Liefe­ rung des Rohstoffs) glattgestellt, so dass wir nie in der Posi­ tion sind, die Rohstoffe physisch entgegennehmen oder lie­ fern zu müssen. Schließlich gelten auch für unsere Investmentfonds strenge Transparenzrichtlinien. Alle Pro­ duktprospekte enthalten Details zur Zusammensetzung des Portfolios sowie zu den zugrunde liegenden Finanzins­ trumenten.WirinformierenumfassendunsereKunden,die in der Regel einen längeren Investitionshorizont haben, da­ mit sie fundierte Anlageentscheidungen treffen können. Ebenso vertreten wir die allgemeine wissenschaftliche Auf­ fassung, dass sich Hersteller und Käufer nur über einen aktiven Markt für Rohstoff-Futures vor den Risiken schwan­ kender Preise absichern können. Als Risikomanager ist die ­Allianz auch am Ursprung der landwirtschaftlichenWertschöpfungskettebeteiligt,indem wirdieLebensgrundlagevonmehrals2MillionenKleinbau­ ernüberunserAngebotanMikroversicherungenversichern. Darüber hinaus unterstützt ­Allianz Re rund 125 Millionen Kleinbauern in Entwicklungsländern durch landwirtschaft­ liche Versicherungspläne der öffentlichen Hand und trägt somit zu lokaler und globaler Ernährungssicherheit bei. C Konzernlagebericht Ihre Allianz 95 Geschäftsbereiche und Märkte 110 Unsere Strategie 113 Unsere Fortschritte in nachhaltiger Entwicklung

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